Der blutige Kult-Plattformer ist zurück. Über 15 Jahre nach dem Release des Originals wagt das Franchise mit Super Meat Boy 3D den Sprung in eine neue Dimension. Für alle, die überlegen, sich der Plattformer-Herausforderung zu stellen, haben wir hier auf CritViews die wichtigsten Infos zusammengefasst. Direkt auf den Punkt, damit ihr genau wisst, worauf ihr euch einlasst.
Das Spiel erscheint offiziell am 31.03.2026. Wer vorher testen möchte, ob er der Herausforderung gewachsen ist und die Sprünge sitzen, kann sich vorab bereits eine kostenlose Demo auf Steam herunterladen und direkt loslegen.
Ein neues Team, aber der alte Geist
Edmund McMillen, einer der ursprünglichen Schöpfer, ist an diesem Projekt nicht beteiligt. Stattdessen hat sich Co-Creator Tommy Refenes mit dem Entwicklerstudio Sluggerfly (bekannt für 3D-Plattformer wie Hell Pie) zusammengetan. Das Ergebnis ist ein extrem originalgetreues Revival. Die Story bleibt minimalistisch: Der böse Dr. Fetus hat erneut Bandage Girl entführt, und es liegt an unserem Helden, unzähligen Kreissägen auszuweichen, um sie zu retten.
Gameplay & Steuerung: Wie spielt sich das in 3D?
Die blitzschnellen Respawns, die das Original so süchtig gemacht haben, sind wieder da. Ihr werdet sehr oft sterben, aber ihr seid ohne spürbare Ladezeit wieder im Level. Meat Boy kann weiterhin rennen, springen und blutig an Wänden hinabrutschen. Neu in der 3D-Welt sind ein Wall-Run und vor allem ein Mid Air Dash. Dieser Dash gibt euch in der Luft deutlich mehr Kontrolle und Flexibilität, was es Spielern teilweise sogar ermöglicht, kleinere Passagen kreativ zu überspringen.
Die Umstellung auf 3D bringt mit fixen Kamerawinkeln manchmal Probleme bei der Tiefenwahrnehmung mit sich. Es wird dringend empfohlen, in den Einstellungen die „Position Helper Line“ sowie „Always Sprint“ zu aktivieren und das „45-Degree Snapping“ bei der Bewegungsrichtung auszuschalten. Das macht das Movement wesentlich präziser, flüssiger und schont eure Hände!
Struktur, Umfang & Schwierigkeitsgrad
Das Spiel ist in 5 Welten mit je 15 sehr kurzen, rasanten Levels und einem abschließenden Bosskampf unterteilt. Der Schwierigkeitsgrad zieht nach den ersten Einführungs-Leveln massiv an und fordert absolute Präzision und Reaktionsschnelligkeit. Dennoch fällt Super Meat Boy 3D insgesamt einen kleinen Tick leichter und verzeihender aus als der sehr schwere 2D-Vorgänger. Primär dank des neuen Dashes. Besonders die Bosskämpfe werden als überraschend einfach und etwas unspektakulär beschrieben.
Wer nur die Hauptstory durchspielt, dürfte in etwa 4 Stunden den Abspann sehen. Wer in den Levels die A+-Bestzeit knackt, schaltet die extrem schweren „Dark World“-Versionen der jeweiligen Stages frei, die euch alles abverlangen werden. Zudem sind in den Leveln wieder die berühmten Pflaster versteckt, mit denen ihr alternative Charaktere und Skins freischalten könnt. Für Komplettisten verdoppelt sich die Spielzeit auf jeden Fall.
Technik & Performance
Optisch macht der Titel mit seinen abwechslungsreichen, farbenfrohen Welten einiges her und grenzt sich vom Look des Originals ab. Auf dem PC läuft das Spiel größtenteils extrem flüssig und stabil. Solltet ihr jedoch auf dem Steam Deck spielen, müsst ihr teils mit Framedrops unter die 60-FPS-Marke rechnen. Hier empfiehlt sich ein Lock auf 40 oder 45 FPS für ein runderes Erlebnis.
Fazit
Super Meat Boy 3D ist eine überaus gelungene Adaption, die das gnadenlose Präzisions-Plattforming überraschend gut in die 3. Dimension übersetzt. Wer schnelle, herausfordernde Plattformer liebt, bei denen das perfekte Movement im Vordergrund steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die etwas leichteren Bosse fallen da kaum ins Gewicht.