Ocarina of Time Switch 2 Test: Das Remake ist die definitive Fassung des Zelda-Klassikers

Unser Ocarina of Time Test fällt eindeutig aus: Das Switch-2-Remake bleibt dem N64-Original von 1998 bis ins Detail treu, spielt sich dank moderner Steuerung um ein Vielfaches angenehmer und bekommt von uns 9,5 von 10 Punkten. Den halben Punkt kostet das Fehlen eines Extras, das die 3DS-Version noch an Bord hatte, und Kenner trifft das härter als Neulinge. Unsere Wertung gilt für das ganze Spiel, von der Kindheit bis zu den Tempeln als Erwachsener.

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Ocarina of Time Test: Ein Remake, das dem Original treu bleibt

Die größte Stärke des Remakes ist seine Treue: Nintendo hat Ocarina of Time für die Switch 2 komplett neu gebaut, aber nicht neu erfunden. Das Entwicklerteam hat sich selbst den Leitsatz gegeben, dass sich die Optik ändern darf, das Spielerlebnis aber nicht. Genau so fühlt sich der Ocarina of Time Test auch an: Story, Dungeons und Aufbau der Welt folgen dem Original, Hyrule ist wie 1998 in einzelne Gebiete aufgeteilt, und die Magie von damals ist vom ersten Schritt im Kokiri-Wald (Kokiri Forest) an da.

Für unseren Ocarina of Time Switch 2 Test haben wir das komplette Abenteuer gespielt: als Kind durch die Dungeons im Großen Deku-Baum (Great Deku Tree), bei den Goronen (Gorons) am Todesberg (Death Mountain) und bei den Zora bis zu den drei Heiligen Steinen (Spiritual Stones), danach als Erwachsener durch die Tempel bis zum Finale. Die Wertung bezieht sich deshalb auf das ganze Spiel und nicht nur auf die ersten Stunden. Alle Guides zum Spiel sammeln wir im Hub zu Ocarina of Time für Switch 2.

PunktAngabe
PlattformNintendo Switch 2, exklusiv
Release5. November 2026
Preis59,99 € Download, 69,99 € Box
EntwicklungNintendo
Story-Spielzeitrund 20 bis 25 Stunden
Unser Testumfangkomplettes Spiel
Wertung9,5 von 10

Die Eckdaten unserer Ocarina of Time Review stehen in der Tabelle, Sprachen, Funktionen und Trailer findest du auf Nintendos offizieller Spieleseite zu Ocarina of Time.

Ocarina of Time Switch 2 Test: Der junge Link läuft durch sein Dorf im Kokiri-Wald

Steuerung und Komfort: Viel angenehmer als auf dem N64

Die Komfortänderungen sind im Ocarina of Time Switch 2 Test der zweite Grund für unsere hohe Wertung: Sie verändern nichts am Kern, schleifen aber genau die Ecken ab, an denen sich das Original heute sperrig anfühlt. Link springt per Knopfdruck statt automatisch an Kanten, sprintet über weite Strecken, und die Kamera drehst du frei mit dem rechten Stick. Waffen und Items wechselst du blitzschnell, Feenschleuder (Fairy Slingshot) und Bogen zielst du auf Wunsch per Bewegungssteuerung.

Das N64-Original ist bis heute ein gutes Spiel, doch das Remake spielt sich spürbar runder. Die Neuerungen fügen sich so selbstverständlich ein, dass sie das Spielgefühl ergänzen, statt es zu verändern. Genau das macht für uns den Unterschied zwischen einem guten und einem perfekten Remake.

Die Okarina (Ocarina) spielst du klassisch über die Tasten oder summst die Melodie ins Mikrofon der Switch 2, sogar eine echte Okarina erkennt das Spiel. Verlierst du den Faden, öffnest du die Spuren der Zeit (Threads of Time): Die Übersicht fasst das bisherige Abenteuer zusammen, zeigt dein aktuelles Ziel und füllt nach und nach einen Wandteppich mit Links Reise. Neue Aktionen führt das Spiel einzeln ein, genau dann, wenn du sie brauchst.

Tipp: Ob du per Stick oder per Bewegungssteuerung zielst, legst du im Optionsmenü fest.

Welche Taste was macht, erklären unsere Ocarina of Time Tipps, jede Änderung gegenüber dem N64 listet unser Vergleich zwischen Remake und Original.

Link kämpft im Remake im Großen Deku-Baum gegen Gohma, den ersten Boss des Abenteuers

Orchestermusik und Grafik: Das Remake klingt so gut, wie es aussieht

Im Ocarina of Time Test ist die neue Orchestermusik für uns das Highlight, sie ist schlicht sensationell. Nintendo hat mehr als 150 Musikstücke mit vollem Orchester eingespielt und sich dabei mit Koji Kondo abgestimmt, dem Komponisten des Originals. Die großen Themen spielen mit voller Wucht, schlichte Stücke wie die Musik in den Häusern bleiben bewusst sparsam besetzt, damit ihr Charakter erhalten bleibt.

Ein Detail für Kenner: In manchen Stücken, etwa in Links Haus, mischt Nintendo Klänge unter das Orchester, die nach der Vorlage des N64-Originals nachgebaut sind. Die Okarina selbst wurde mit einem echten Instrument aufgenommen, und am Fernseher unterstützt das Spiel 5.1-Surround-Sound. Wie das Team an die Musik herangegangen ist, erzählt Nintendo im Entwicklerinterview zur Musik von Ocarina of Time.

Der junge Link spielt im Remake Zelda's Lullaby auf seiner Okarina

Grafisch baut das Remake eine dichte, detailreiche Welt, ohne die verspielten Figuren von damals aufzugeben, als Vorbild nennt das Team das Gefühl eines Puppenspiels. Die Zwischensequenzen sind vollständig vertont, viele Figuren haben neue Dialoge, und die Tageszeit läuft jetzt überall weiter, auch in Städten. Technisch läuft das Remake mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde, am Fernseher gibt es zusätzlich HDR.

Was dem Remake fehlt: Master Quest und ein schwerer Modus

Über das ganze Spiel gesehen hat uns im Ocarina of Time Test nur eines gefehlt: Master Quest, die zweite Fassung mit umgebauten, deutlich schwereren Dungeons. Auf dem 3DS schaltete sie sich nach dem Abspann frei und war der Grund, das Abenteuer ein zweites Mal anzugehen. Ohne sie verliert das Remake ein Stück Wiederspielwert, und genau das kostet es bei uns einen halben Punkt.

Einen höheren Schwierigkeitsgrad gibt es ebenfalls nicht, du kannst lediglich die Bildschirmanzeige reduzieren oder ganz ausblenden. Durch die Komforthilfen fallen einige Kämpfe und Rätsel zudem leichter aus als 1998. Für Neulinge ist das kein Nachteil, Veteranen fehlt damit aber eine neue Herausforderung, und die hätte Master Quest geliefert.

Im Handheld-Modus fällt die Auflösung sichtbar niedriger aus, entfernte Berge und Bäume wirken teils weichgezeichnet und flimmern beim Schwenken der Kamera leicht. Wer überwiegend unterwegs spielt, sollte das einplanen.

Wichtig: Pro Nutzerprofil gibt es nur einen manuellen Speicherplatz und daneben mehrere automatische Spielstände. Willst du ein zweites Mal von vorn beginnen, ohne deinen Durchgang zu überschreiben, legst du dafür ein eigenes Nutzerprofil auf der Switch 2 an.

Ocarina of Time Bewertung: Warum das Remake 9,5 von 10 verdient

Unser Lieblingsmoment im Ocarina of Time Test bleibt der, in dem Link im Temple of Time das Master Sword zieht. Die Zwischensequenz und der ganze Weg dorthin, von den drei Heiligen Steinen bis zum Sockel, sind perfekt inszeniert, und die Spannung baut sich so auf, dass die Szene ihre volle Wirkung entfaltet.

Ocarina of Time Test: Der junge Link zieht im Temple of Time das Master Sword aus dem Sockel

Für wen sich das Remake lohnt, beantwortet unser Ocarina of Time Test eindeutig: für alle. Neulinge bekommen den idealen Einstieg in die Reihe, Kenner des N64-Originals und der 3DS-Version erleben das vertraute Abenteuer in einer Qualität, die beide älteren Fassungen klar übertrifft. Trotz fehlender Master Quest ist es für uns die definitive Version des besten Spiels aller Zeiten. Ob du zum Download oder zur Box mit Folien-Cover greifst, klärt unser Guide zu den Ocarina of Time Editionen.

Unsere Ocarina of Time Bewertung über das ganze Spiel gesehen: 9,5 von 10. Diese Ocarina of Time Review stützt sich auf das komplette Abenteuer, von der Kindheit bis zum Finale als Erwachsener. Der halbe Punkt Abzug steht allein für den Wiederspielwert, der ohne Master Quest kleiner ausfällt als auf dem 3DS, an der Magie des Spiels ändert er nichts.

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Good
  • Orchestermusik
  • Grafik und Design
  • Steuerung und Komfortänderungen
  • Spuren der Zeit helfen bei der Orientierung
  • Vollständig eingesprochene Zwischensequenzen geben den Charakteren noch mehr Leben und Charakter
Bad
  • Keine Master-Quest
  • Fehlender Wiederspielwert und niedriger Schwierigkeitsgrad für Veteranen durch fehlende Master-Quest
9.5