Mistfall Hunter
Mistfall Hunter könnte für alle Souls-like, Extraction und PvPvE Liebhaber ein sehr interessantes und spannendes Spiel werden. Bellring Games hat sich nämlich eine Konstellation ausgedacht, die ich so bisher nicht gesehen und mit voller Vorfreude erwarte. Sie kombinieren all diese aufgelisteten Dinge. Richtig gelesen: Es ist ein Extraction Souls-like Spiel! Wie cool kann das bitte werden? O.O
Am 30. Juli 2026 ist der offizielle Releasetermin. So lange müssen wir aber gar nicht warten. Ab dem 15.06.2026, gibt es eine spielbare Demo. Die Demo wird bis zum 22. Juni 2026 verfügbar sein. 42GB Speicherplatz benötigt ihr hierfür.
Inhaltsverzeichnis
Worum geht es im Extraction – Genre?
Im Grunde heißt es nichts anderes als: Du musst es heil und gesund aus der Runde schaffen. Die Runde startet, du killst Monster und sammelst dabei allerlei Dinge auf. Das Gesammelte behältst du aber erst, wenn du es aus der Runde schaffst. Dafür muss man an gesonderte Plätze, um das „Verlassen“ in die Wege zu leiten. Selbstverständlich kann dir auf dem Weg alles mögliche passieren und du stirbst. Sobald du stirbst, verlierst du selbstverständlich alles. Es ist also immer wichtig zu überlegen: Ist es Wert das Risiko einzugehen und weiter zu farmen oder sollte man lieber erstmal raus und dann wieder rein.
Gameplay
Mistfall Hunter sieht und spielt sich wie die klassischen Souslike Spiele. Ihr habt einen Lebens – und „Ausdauerbalken“. Zu Beginn dürft ihr euch eine Klasse aussuchen. Keine Sorge, ihr könnt die Klasse später wechseln. Anhand des Shadowstrix (Assassinenklasse in Mistfall Hunter) erkläre ich euch das Kampfsystem.
Jede Klasse hat verschiedene Fähigkeiten. Euch stehen im Kampf jedoch nur drei Fähigkeiten zur Verfügung. Außerdem habt ihr zwei Waffenhaltungen, die die Fähigkeiten ändern können. Als Beispiel: Als Shadowstrix könnt ihr einen Dolch tragen. Mit dem Dolch könnt ihr unsichtbar werden, den Dolch werfen oder eine Kombo aus Angriffen. Die zweite Waffe, die ihr tragen könnt, ist die Doppelklinge. Sobald ihr die ausrüstet, verwendet ihr ganz andere Fähigkeiten. Ihr könnt nun nicht mehr unsichtbar werden oder Waffen werfen, sondern habt wesentlich offensivere Skills. Die Fähigkeiten könnt ihr vor der Runde jederzeit tauschen und anpassen. Außerdem könnt ihr in einem weiteren Menüpunkt passive Fähigkeiten in einem Skilltree auswählen und euren Bedürfnissen anpassen.
Eine weitere Möglichkeit euch zu skillen ist es vor jeder Runde ein Getränk zu brauen. Hierfür gibt es einen NPC im Lager, die euch das zusammenmischt. Ihr müsst nur auswählen, was ihr gerne möchtet. Das kann mehr Ausdauer sein, Angriffsgeschwindigkeit, Laufgeschwindigkeit oder Ähnliches.
Aktuell gibt es fünf Klassen:
- Mercenary: Frontkämpfer mit Schwert und Schild
- Sorcerer: Magier
- Shadowstrix: Assassine
- Blackarrow: Bogenschütze
- Sear: Support/Heilerklasse
- Withered Knight: Paladin / Zweihänder
Ihr könnt das Spiel alleine oder im 3er Team spielen.
Die größere Schwäche des Kampfsystems ist meiner Meinung die Tatsache, dass ihr auf keinen Gegner einen Fokus legen könnt. Das kann für Einsteiger sehr anstrengend sein – gerade im PvP, aber dazu gleich mehr.
World Building
Aktuell gibt es zwei Karten, die ihr spielen könnt. Die zweite Karte gibt es aber nur im 3er Team und wenn ihr eine bestimmte Stärke habt. Die Karten sind an sich nicht sehr groß, aber wirken so, weil ihr nicht sprinten könnt. Dadurch wirkt das Spiel sehr langsam/steif. Das bedeutet, ihr joggt über die Map.
Außerdem gibt es verschiedene Ebenen, wo ihr an bestimmten, vorgesehen, Stellen entweder hinauf oder herunter springen könnt. Bei bestimmten Distanzen gibt es auch vorgesehene Teleportationen. All diese Dinge Kosten aber immer ein wenig Zeit und solltet ihr beim Weglaufen nicht verwenden.
Die Karte ist in „Gebiete“ aufgeteilt. Ihr öffnet sehr oft Türen oder wandert durch Schleier. Diese könnt ihr aber auch schließen. Oben rechts werdet ihr stets von einer Karte begleitet, damit ihr wisst, wo ihr euch befindet. Ihr könnt Ziele wie Truhen, Elitebosse oder Quest-Orte markieren. Es gibt viele verschiedene Gegnerarten, die sich in den verschiedenen Gebieten aufhalten.
Das Farmen von Dingen erfolgt durch besiegte Gegner, Truhen oder Fässer/Beutel, die ihr findet.
PvE
Den PvE Teil des Spiels fand ich zu Beginn sehr witzig und hat mir Spaß bereitet. Es fühlte sich einladend und bekannt an. Normalerweise spiele ich solche Spiel mit Controller, aber musste hier auf Tastatur und Maus wechseln, da es keinen Fokus gibt. Im Lager könnt ihr Aufträge annehmen, die die Geschichte des Spiels erzählt.
Jede Runde geht ca. 20min und die Zone wird immer kleiner. In der Mitte befindet sich dann ein größerer Boss, der erst in der Schlussszene erscheint. Das Looten finde ich nach einer gewissen Zeit recht eintönig und der reine PvE verliert seinen anfänglichen Reiz. Gerade als reiner PvE Spieler würden PvP Spieler stark stören. Aktuell sind die Lobbys auch sehr aggressiv und ihr könnt nicht aufhalten, dass euch jemand angreift. Solltet ihr jedoch gegen Monster sterben, gibt es die Möglichkeit auf ein zweites Leben. Ihr müsst mit eurem Geist in einer gewissen Zeit zu eurem Körper laufen und euch wiedererwecken. Das erspart euch ein wenig Frust.
Witzig dagegen finde ich die Art, wie man die Runde verlässt. Ihr rennt zu einem Baum und er zeugt euch die Stelle anhand von Schmetterlingen. Dann müsst ihr zu diesem Ort laufen und ca. 25sek warten. Danach erscheint eine Glockenkreatur, die auch angreift. Sobald ihr die Glocke besiegt habt, läutet ihr diese. Danach erscheint ein Portal und zieht euch raus. Bei all diesen Dingen dauert alles immer ein paar Sekunden und ihr könnt jederzeit konfrontiert werden. Falls es zu einem PvP Kampf kommt, kann auch der Gegner die Glocke läuten und vor euch die Runde verlassen. Dann müsst ihr eine gewisse Zeit abwarten bis ihr den Prozess wiederholen könnt.
PvP
Der PvP Teil des Spiels ist meiner Meinung nach der bessere Teil. Es ist deutlich strategischer als ich dachte und auch nicht sonderlich schnell. Ihr müsst mit eurem Stick oder Maus selber zielen und die Geschehnisse gut beobachten. In einem 1 gegen 1 ist das noch sehr übersichtlich, aber in einem 3 gegen 3 wird es dann doch sehr chaotisch. Ein Kampf kann schon mal gut 10min dauern. Dabei kann es auch unfair wirken, wenn ihr als Nahkämpfer gegen Fernkämpfer antreten müsst. Es ist schwer, aber dennoch machbar.
Ihr müsst außerdem keine Angst haben, dass ihr in einer endlosen Kombo gefangen werdet, da ihr stets aus solchen Angriff direkt ausweichen könnt und den Kampf zurücksetzt. Dann positioniert ihr euch neu und der Kampf geht weiter.
Fazit
Mistfall Hunter macht zu Beginn sehr viel Spaß und der PvE Aspekt wirkt auf dem ersten Blick sehr spannend. Leider wurde dieser Teil für mich sehr schnell eintönig und nahm die Spannung raus. Dafür sorgte in den Runden der PvP Aspekt aber für die Erfrischung. Aus dem Grund gehe ich davon aus, dass der PvP Aspekt im Fokus liegen soll und PvE eher Mittel zum Zweck. Optisch sieht das Spiel gut aus und das Kampfsystem fühlt sich belohnend an. Einen Blick in die Demo lohnt sich auf jeden Fall und die weitere Entwicklung werden wir sehen.
In einer Gruppe macht das Spiel definitiv mehr Spaß als alleine. Es steht und fällt für mich ein wenig mit dem Preis, der am 30. Juli aufgerufen wird. Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt den Preis bei nicht mehr als 30€ sehen. Es gibt auch Skins für die Charaktere, die nicht pay-to-win sein sollen.



Ihr mögt Dark Fantasy Spiele? Dann schaut euch unbedingt auch Fatekeeper an! Unsere Review dazu haben wir bereits veröffentlicht. Viel Spaß beim Zocken!