In den letzten Jahren ist die Beliebtheit und die Zahl der „Roguelike“ Spiele angestiegen. Gerade Spiele wie Hades, die ein schnelles Kampfsystem bevorzugen oder „The Binding of Isaac„, wo wir von Raum zu Raum wechseln und ein einziges Chaos herrschen kann, konnten überzeugen und machen nach wie vor sehr viel Spaß.
Irgendwo zwischen diesen beiden Spielen kann sich Eko and the Bewitched lands wiederfinden und hat dennoch eine eigene Note. Eko and the Bewitched lands wurde von Twin Studios entwickelt. Es ist nicht nur ein klassisches Roguelike a lá überlebe den Raum und gehe in den nächsten, sondern es hat auch kleine Spielereien und Puzzleaufgaben, die stark an The Legends of Zelda erinnern. Auch optisch lässt sich die Inspiration nicht abstreiten.
Abenteuer und Ablauf
Die Story ist recht einfach zu verstehen. Wir sind ein kleiner Abenteurer, der eine Prinzessin retten will, die von einer dunklen Königin gefangen genommen wurde. Es gilt sie zu befreien. Dabei ist sowohl die Story als auch das Kampfsystem wiederholend. Wir müssen inkl. der Königin vier Bosse besiegen. Danach ist die Prinzessin gerettet und das Spiel fängt wieder von vorne an. Jeder „Run“ ist aber nicht identisch. Jedes Mal, wenn das Spiel neu gestartet wird, sind die Wege und Räume völlig unterschiedlich. Die Gegner, der Loot, oder das Puzzle werden neu gemischt. Wir haben aber in unserer Erkundungstour unten links immer eine Karte und können sehen, welche Räume wir bereits „abgeschlossen“ haben und wo sich der Bossraum befindet.

Kampfsystem
Das Kampfsystem macht wirklich enorm viel Spaß. Wir können zu Beginn zwischen zwei Waffen entscheiden: Schwert und Schild und Bogen. Eine Dritte Waffe, den Hammer, schalten wir nach unserer ersten erfolgreichen Rettungsmission frei. Dadurch lässt sich das Spiel auch auf unterschiedliche Weise durchspielen. Meiner Erfahrung nach ist der Bogen die einfachste Waffe. Das Kampfsystem fühlt sich auch sehr smooth an. Die Entwickler empfehlen zwar im Titelbildschirm einen Controller zu benutzen, aber es lässt sich auch vollkommen ohne Probleme mit Maus und Tastatur spielen.
Zusätzlich zu den Waffen gibt es selbstverständlich auch Fähigkeiten in Form von Elementen wie Feuer, Wasser, Donner oder auch Schatten. Dabei unterscheiden sich die Fähigkeiten enorm in ihrem Nutzen. Einige Elemente sind tendenziell eher defensiv und andere eher offensiv.
Nach jedem Erlegen von Monstern erhalten wir außerdem Gold und eine spezielle Währung. Das Gold können wir bei einem Händler gegen Leben oder Fähigkeiten eintauschen. Die spezielle Währung können wir nach unserem Run dafür nutzen, um unsere Waffe zu verstärken und weitere Skills zu aktivieren. Das könnte ein grundsätzlicher Buff für ein jeweiliges Element sein oder ein starker Angriff mit einer Waffe (Als Beispiel: Dreifachschuss beim Bogen). Eine zusätzliche Währung gibt es nach jedem Boss und manchmal bei normalen Monstern, die dazu dient passive Fähigkeiten zu erlernen. Die erste Fähigkeit ist zum Beispiel Wiederbelebung.


Der Schwierigkeitsgrad in dem Spiel ist wirklich sehr unterschiedlich. Sofern ihr die richtigen Fähigkeiten habt, kommt ihr nahezu problemlos durch die Räume und Bossfights. Solltet ihr keinen optimalen Run haben, dann kann es schon anspruchsvoller werden. Die Gegner machen nämlich enormen Schaden und blind ausweichen funktioniert nur bedingt. Es wird an dieser Stelle meistens strategisch und könnte fordernd wirken. Somit ist es irgendwo zwischen sehr leicht und knifflig.
Soundtrack
Der Soundtrack des Spiels passt absolut in die Atmosphäre. Es wechselt zwischen abenteuerlichen Melodien und im Kampf zu schneller Tönen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass der Soundtrack sehr laut wird, obwohl sich keine Einstellung geändert hat, aber es ist nicht allzu störend. Insgesamt ist der Soundtrack passend für das Spiel.
Fazit
Der Fortschritt ist relativ zügig erreicht und man findet sich schnell zurecht. Aus dem Grund entstehen keine allzu großen Frustkurven. Da wir verschiedene Fähigkeiten freischalten können, könnte man das Spiel auch öfter durchspielen. Da jeder Run nicht identisch ist, ist es jedes Mal eine andere Herausforderung. Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich knapp 5 Stunden in dem Spiel verbracht und nahezu 100% erreicht. Die Erfolge scheinen jedoch noch nicht zu funktionieren, da diese bei mir noch gesperrt sind. Für mich persönlich geht der Preis von 5-7€ völlig in Ordnung, da ich sehr viel Spaß mit dem Spiel hatte. Solltet ihr jedoch nach einem erfolgreichen Run sagen, dass es euch reicht und ihr noch pro Stunde mit 1€ rechnet, dann wird die Rechnung hier nicht aufgehen. Ich kann euch jedenfalls empfehlen das Spiel zu genießen und euch auszuprobieren. Das Spiel hatte in meinen 17 Runs nahezu keine Bugs gehabt und lief völlig flüssig.