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Temtem: Swarm – Review

Disclaimer: Crema war so freundlich, uns kostenlos einen Key für Temtem: Swarm für diese Review zur Verfügung zu stellen. Deswegen bedanken wir uns hier noch einmal dafür! Wir bewerten das Spiel dennoch komplett unabhängig davon und so ehrlich, als hätten wir es selbst gekauft.

Auch den Koop-Mode hat unser Team getestet mit einem gekauften Key. Und auch wenn das Spiel Schwächen hat, macht es definitiv großen Spaß sich durch die Schwärme an Monster zu kämpfen. Innerhalb von einigen Tagen kamen wir zusammen auf ungefähr 25 Stunden. Dabei konnten wir das meiste freischalten und alles begutachten.

Nach der Early-Access-Phase wurde das Spiel am 02.04.2026 für Steam und PS5 mit Version 1.0 veröffentlicht. Als Spin-Off des bekannten Temtem MMOs hat man sich hier für das „Vampire Survivors“-like Genre entschieden und dieses kreativ mit Monster Collecting kombiniert.

Version 1.0

Der Release mit Version 1.0 hatte direkt auch Neuerungen mitgebracht. 2 neue Temtem wurden hinzugefügt:

  • Venx (Neutral): Bietet einen Split-Evolutionspfad (Mental und Melee). Je später dieses entwickelt wird, desto stärker werden die Boni.
  • Chromeon (Digital): Der Sekundärtyp ändert sich beim Benutzen der Ultimate.

Aber auch der Evershifting Tower wurde hinzugefügt. Eine zufällig generierte Arena mit zufälligen Gegnerwellen, Buffs, Mini-Bossen und einem Endboss.

Gameplay und Mechaniken

Die Temtem

Wenn man das Spiel frisch startet, kriegt man 2 Temtem zur Verfügung gestellt. Platypet, das Wassermonster, welches als Ultimate mächtige Tsunamis beschwören kann und Smazee, der Affe, der besonders im Nahkampf extrem stark ist. Die Freischaltung weiterer Temtem erfolgt in zwei Phasen:

1. Phase: Durch Ereignisse, in den meisten Fällen durch das Erlegen von bestimmten Bossen, werden Eier freigeschaltet.
2. Phase: Ab Minute 3 in einer Stage, kann man das Event starten, um es zu brüten, indem man das Ei 3 Minuten lang hinter sich mitschleppt und beschützt.
Insgesamt gibt es momentan, inklusive der zwei Starter, 13 verschiedene Temtem.

Und auch wenn das Brüt-System einen kreativen Ansatz hat, um das „Monster Collecting“-Feature einzubauen, so stört es oft leider den Spielfluss. Man wird aus seinem Flow gerissen und einer mühsamen „Beschütze das Ei für 3 Minuten“-Mission zugewiesen, obwohl man vielleicht lieber einfach nur Horden an Monstern bekämpfen möchte.

Es lohnt sich aber neue Temtem freizuschalten, da jedes kreative individuelle Mechaniken besitzt, was immer wieder neue taktische Ansätze mit sich bringt. Beispielsweise verzweigte Evolutionen (Venx), Element-Switching (Chromeon) oder Dashen direkt als Passive drin ohne es im Skilltree freizuschalten (Oree). Andere Techniken, Passiven, Playstyles, Builds – jedes Temtem spielt sich anders und genau das macht das Experimentieren extrem befriedigend.

Auf YouTube haben wir einen recht frühen Run mit Innki, einem Temtem ohne Evolutionsmöglichkeiten, aber dafür mit vielen Blitz-Range-Techniken und einer starken Passive, die alle 3 Level seine Cooldown-Zeit reduziert, hochgeladen. Im passenden Short dazu sieht man direkt wie er den Boss der zweiten Map vernichtet mit seinen Elektro-Angriffen.

Evolutionen

Das ist auch der perfekte Übergang, um kurz die Evolutionen zu behandeln. Ein wichtiges Feature, um sich von anderen Titeln des „Vampire Survivor“-Genres abzuheben, sind die Entwicklungen der Temtem. Diese kann man im Laufe eines Runs freischalten, nach der Runde werden sie jedoch wieder zurückgesetzt. Man muss taktisch vorgehen und sich entscheiden, ob man lieber noch in Techniken und Ausrüstung (Gear) investieren möchte, oder ob man bereits die erhöhten Statuswerte der Entwicklung mitnimmt. Dabei wird die Evolution ab einem bestimmten Level bei jedem Level-Up als vierte mögliche Wahl angezeigt, bis man sie auswählt.

Einige Temtem haben keine Evolution, wie das vorhin erwähnte Innki. Andere wiederum haben verzweigte Evolutionen wie Venx, welches sogar höhere Stats bietet, je länger man mit dem Entwickeln wartet. Das Feature wurde unserer Meinung nach richtig gut umgesetzt und ist jedes Mal ein schönes Highlight, wenn man sieht, dass man sein Temtem weiterentwickeln kann.

Das Kämpfen in den Stages & die Atmosphäre

Sobald man sein Temtem ausgewählt hat, muss man sich für eine Stage entscheiden, wobei am Anfang nur eine zur Verfügung steht. Weitere können freigeschaltet werden, nachdem der finale Boss einer Stage, der in Minute 20 spawnt, besiegt wurde. In den Stages können verschiedene Spots/Events auftauchen, die einem kleine Aufgaben geben, bei denen man beispielsweise das über dir aktivierte Nest zerstören musst. Items finden kann man auf den Maps in Fässern und Boxen.

Generell sind die Maps wirklich schön designt und behalten den Temtem-Charme des ersten Spiels bei. Die Grafik ist simpel, aber schön und dadurch läuft das Spiel selbst auf den höchsten Einstellungen wunderbar. Die Musik ist unser Highlight und gibt der Atmosphäre viel mehr Gewicht. Spielerisch ist es super, man hat viele Kisten, die Map ist groß, man kann theoretisch durch Objekte und Wände dashen. Jedoch kann es schnell eintönig wirken die gleichen 9 Maps immer und immer wieder zu spielen.

Das Problem wurde aber mit dem Evershifting Tower gelöst. Dabei handelt es sich um einen Modus mit zufällig generierten Arenen, Monsterwellen, Buffs und mehr. Man merkt das Team hat sich Gedanken gemacht, wie man das Spiel abwechslungsreicher bekommen kann.

Zu Beginn wird man mit einer geringen Anzahl an Feinden konfrontiert. Die Dichte an Monster und Bossen steigt bei voranschreitender Zeit. Die besiegten Feinde lassen jedoch Erfahrungspunkte liegen, die eingesammelt werden können. Nach jedem Level Up gibt es die Auswahl zwischen neuen Techniken und Ausrüstungen oder in besonderen Fällen auch Synergien oder Evolutionen. Techniken sind meistens offensive oder defensive Fähigkeiten, die automatisiert verwendet werden. Das Gear gibt dir passive Stats, die beispielsweise deinen Damage vergrößern oder auch dein Lauftempo erhöhen.

Hier kann Temtem: Swarm besonders glänzen. Der Gameplay-Loop ist clean und bietet eine gute Abwechslung, sodass jeder Run etwas anders ist. Ein Run dauert um die 25 Minuten und ist perfekt, um alle paar Tage abends wieder reinzuschauen und zu spielen. Im Vergleich zu anderen Spielen dieser Art ist der Umfang aber gefühlt etwas kleiner und es bietet leider generell etwas weniger taktische Tiefe.

Progression

Kudos

Kudos sind sowohl eine Art Achievement-System als auch der Weg um an verschiedene vorerst gesperrte Skills oder um an neue Synergien zu kommen. An sich ein tolles Progression-System, um den Spieler schnell immer wieder mit neuem Content zu füttern, was aber vor allem anfangs etwas unübersichtlich sein kann. Zum Beispiel muss man mit Oree 25x Dashen, um das Dashen bei anderen Temtem im Skilltree freizuschalten.

Aber wenn man als Neuling mit dem Spiel anfängt, stellt man sich direkt einige Fragen: Wer ist Oree? Wie soll ich mit ihm Dashen, wenn die Fähigkeit locked ist? Wie kriege ich ihn? Später erscheint einem das alles logisch, da man das Oree-Ei von einem Miniboss bekommt und er Dashen als seine Passive standardmäßig drin hat, aber wenn man keine Ahnung hat, ist es schwer der Logik zu folgen.

Synergien

Synergien sind aufgewertete Versionen von Techniken, die aber nur auftauchen wenn man eine voll hochgestufte Technik und das dazugehörige Gear für die Synergie im Run besitzt. In unseren Augen ist das eine der besten Mechaniken des Spiels. Denn das motiviert einen verschiedene Kombinationen für Synergien zu testen und auch mal Ausrüstungen oder Techniken auszuwählen, die man vielleicht normalerweise nicht mitnehmen würde. Wobei wir manchmal leider das Gefühl hatten, dass die Synergie-Technik nicht unbedingt viel besser ist als die Technik selbst.

Skill-System

Das wichtigste Feature, um permanent stärker zu werden, ist jedoch das Skill-System. In jeder Runde wird eine spezielle Währung namens Pansuns automatisch gefarmt. In dem Skill-Tree lassen sich viele passive aber auch einige aktive Boosts wie verbesserte Angriffswerte, erhöhtes Bewegungstempo, Cooldown-Reduktionen oder auch einen Dash freischalten und nutzen. Einige der Skills sind jedoch gesperrt, bis man das dazugehörige Kudo aktiviert.

Um das vorherige Beispiel wieder aufzunehmen: Um Dashen für deine Temtem freizuschalten, musst du erstmal das Kudo bekommen, welches aktiviert wird, wenn du mit Oree 25x einen Dash ausführst, da dieses Temtem diese Passive bereits standardmäßig besitzt.

Durch die Anzahl an Temtem und den Skill-Tree erhofft man sich eine gewisse Langzeitmotivation und Abwechslung des Spiels. Wir hätten uns lediglich lieber einen Skilltree gewünscht, der monsterübergreifend funktioniert, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Das Prestige-System ist hingegen leider der bei weitem schwächste Teil des Spiels. Es streckt das Progression-System unnötigerweise enorm, ist ein absolutes Grind-Fest und wir sind davon leider absolut keine Fans.

Koop

Der Koop-Modus hat in unseren Tests gut funktioniert und keine Probleme bereitet. Es war ziemlich basic, denn man macht im Grunde exakt das, was man auch im Solo-Run tut. Es gibt keine wirklichen Besonderheiten wie Synergien zwischen den Temtem oder spezielle Regeln, außer dass man Exp teilen kann. Insgesamt gab es nichts zu meckern, aber für unser Gefühl etwas zu simpel. Wir hätten uns definitiv etwas mehr Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Spielern und ihren Temtem gewünscht, aber alles in allem ein sehr solides Feature.

FAZIT

Wir hoffen definitiv auf weitere große Updates! Das Gameplay an sich macht Riesenspaß, mit etwas mehr strategischer Tiefe und mehr Temtem kann es definitiv zu einem der besten Spiele seines Genres werden. Vielleicht wird sogar das Progression-System, besonders das Prestige-System, etwas überarbeitet, was dem Game definitiv enorm helfen würde. Wer „Vampire Survivor“-likes liebt oder das Universum von Temtem mag, wird hier 100% auf seine Kosten kommen.

Good
  • Einsteigerfreundlich
  • Koop funktioniert ohne Probleme
  • Sehr gute Soundtracks
  • Einzigartige Temtem-Mechaniken
  • Evershifting Tower ist ein abwechslungsreicher Modus
Bad
  • Das Prestige-System ist ein extrem zeitaufwändiger Grind
  • Eier brüten ist mühsam und stört den Spielfluss
7.9
Kampfsystem/Gameplay - 8.5
Progression - 6.5
Mechaniken - 8
Soundtrack - 8.5

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