Alo! IntrovertedPotato hier! 🙂
Bevor wir in die Welt von Lay of the Land eintauchen, geht zunächst ein Dank an Southern Cross Interactive, die uns dieses interessante Game zur Verfügung gestellt haben.
Direkt beim Öffnen des Games hat einer von uns in den Raum geschrien “Yoo, das gibt mir Minecraft Vibes”, und man muss sagen, ja, diese Vibes sind schon da. Ich habe nicht mal die Welt laden lassen, doch das Menü hat mich in alte Zeiten zurückgebracht, dafür schon mal ein Pluspunkt, aus nostalgischen Gründen.
Was ist Lay of The Land überhaupt?
Um es ganz simpel zu erklären: Es ist ein Sandbox-Adventure mit Survival-/Exploration-Elementen in einem Voxel-Universum mit überraschend viel Tiefe. Anfangs gab es mir Minecraft Vibes, aber anders als der All-Time-Klassiker setzt Lay of the Land deutlich stärker auf physikbasierte Interaktionen.
Die Welt lädt, die Voxel generieren und ich freue mich schon. Für die erste Quest musste ich Feuerstein, Faser und Holz sammeln. Mit der gecrafteten Axt habe ich mir vorgenommen den größten Baum in der Nähe zu fällen. Übermutig wie immer habe ich vergessen, dass Lay of The Land physicbased ist und so fiel mir mein erster Baum auf den Kopf. Whoops! Passiert den besten.
Was sind Voxel?
Im Grunde sind das klitzekleine 3D-Würfelchen die die gesamte Spielwelt formen, vom Terrain über Gebäude bis hin zu Höhlen. Alles ist modular aufgebaut und lässt sich komplett abbauen und verändern. Genau deshalb kann in Lay of The Land Wasser fließen, Feuer sich ausbreiten und Höhlen sogar einstürzen.
Für mich hat sich das nicht wie ein klassisches Block-Spiel angefühlt sondern eher wie eine physische Sandbox.
Biome?
In Lay of the Land wird einem so schnell nicht langweilig. Ihr werdet allerlei Biome finden können, zum Beispiel: Wald, Wüste, Berge, Schneebiom, Pilzbiom, Höhlen und Ruinen und das coole daran? Jedes Gebiet hat eigene Ressourcen, was besonders beim Crafting von Rüstungen und Waffen wichtig ist. Wer auf der Suche nach Silber ist, muss das Startgebiet verlassen, wird aber in einem anderen Biom recht schnell fündig. Mich hat es echt überrascht wie beeindruckend die Welt aussieht. In der Ferne war ein Vulkan zu sehen aus dem Magma floss. Mein Startgebiet wirkte wie eine Gegend aus dem Mittelalter, mit schönen Straßen, Flüssen und einem prächtigen Wald. Als ich das Pilzbiom entdeckt habe, war es dann komplett vorbei bei mir. Die leuchtenden Pilze waren für mich sofort ein Highlight.
Das Craftingsystem – ganz anders, als ich es bisher kannte
Das Crafting in Lay of the Land passiert physisch in der Welt, nicht in einem Menü. Direkt am Anfang habe ich schon gemerkt, wie komplex das Spiel ist. Ich benötige eine Axt? Dafür musste ich Seil, Stock und Feuerstein vor meinen Füßen legen und konnte dann craften. Das war anfangs gewöhnungsbedürftig und neu, es hat mich zuerst abgeschreckt. Nach einer Weile fiel es mir immer leichter. Intuitives Crafting hat mir am Ende doch gefallen. Später habe ich meine Erze in einem Ofen geschmolzen und diese in Formen gegossen. Dadurch konnte ich stärkere Waffen craften.
Mein Eindruck war ganz klar: Das Craftingsystem trägt enorm zum Gameplay bei.
Mein Rat wäre, sich direkt am Anfang mit dem Crafting-System auseinanderzusetzen, sich die Zeit dafür zu nehmen und sich von der Komplexität nicht abschrecken zu lassen. Die Gegner warten nämlich schon, und ohne die Rüstung wurde mir ziemlich schnell schwarz vor Augen.
Sehe ich etwas, das mir gefällt, kann ich es in Lay of the Land meistens auch mitnehmen. Entweder baue ich es ab und bekomme es als Voxel ins Inventar, oder ich stelle mich direkt davor, drücke die bekannte F-Taste und zack, es gehört mir. Manche Gegenstände lassen sich sogar direkt ins Inventar aufnehmen.
Gameplay, was könnt Ihr machen?
Ganz egal, was mir in den Sinn kam, ich konnte es tun. Fighten, erkunden, looten, reiten, bauen, you name it. Am meisten Spaß hat mir das bauen gemacht. Es ist zwar komplex, aber genau dadurch entstehen unglaublich detailreiche Konstruktionen – bis hin zum kleinsten Voxel.
Es ist das perfekte Spiel für einen langen Abend. Man muss sich seine Sachen erfarmen und vieles läuft nach dem Prinzip Learning-by-Doing. Das bedeutet aber auch, dass man etwas Zeit braucht, um mit dem Menü und der allgemeinen Handhabung des Spiels wirklich klarzukommen. Gerade am Anfang hatte ich öfter diese Momente, in denen ich kurz stehen geblieben bin und dachte: „Ah, in welchem Reiter finde ich das nochmal…?“
Random Anmerkung: nicht gegen das Kanonenpulverfass schlagen. Nein, es ist mir nicht öfters passiert… niemals.
OMG, habe ich den Zauberstab bisher überhaupt erwähnt? Der ist absolut genial – außer dann, wenn ich den Zauber „Schweben“ auswähle, auf eine Laterne ziele und sie mir anschließend direkt ins Gesicht geknallt ist. Comedy pur. Hab mich auch gar nicht erschreckt. Diesen Zauberstab habe ich während meiner Looting-Tour in einer Kiste gefunden. Seitdem habe ich deutlich weniger Angst vor Gegnern, die mich angreifen wollen. Natürlich nur, wenn ich weit genug von ihnen entfernt stehe. Da fliegt die Laterne nicht gegen mein Gesicht, sondern gegen deren! Durch das looten weiterer Kisten habe ich außerdem neue Spells gefunden, die sich mit einem Mausklick erlernen lassen haben. Aber Achtung: Nicht alle Spells sind sofort nutzbar, denn der Zauberstab muss davor verbessert werden.
Gegner & Mobs
Auf der Map läuft alles herum, was mir das Leben schwer machen wollte – und die Auswahl ist ehrlich gesagt ziemlich wild. Bombenwerfer, Bogenschützen, Spinnen, Bären, Alligatoren, Pilze mit einem Messer… Mini Tornados, you name it. Dazu kommen noch magische Gegner wie schwebende Augen und andere unangenehme Gestalten. Bei der Gegnervielfalt hat sich das Studio definitiv gedacht: we go all in. Absolut feierlich. Und als wäre das nicht genug, lassen sich nebenbei auch noch Gebäude, Türme und andere POIs looten. Auch ein Ökosystem existiert, Tiere jagen andere Tiere. Ich wurde nach einer Zeit selbst zum Jäger. Das Fleisch, das mir die Tiere gedroppt haben, konnte ich am Lagerfeuer grillen und mir dadurch Buffs verschaffen. Das funktioniert aber auch durch Gemüse und Früchte die ich mir bei Gelegenheit angepflanzt habe.
Atmosphäre und Musik
Die Musik fand ich passend zum Spiel, und die Atmosphäre insgesamt war sowieso schon stark. Mit dem Soundtrack wurde das Ganze aber nochmal deutlich besser – quasi die Kirsche auf der Sahnetorte. Es gab öfter Momente, in denen ich auf einen Berg geklettert bin und einfach nur die Landschaft beobachtet habe, weil die Stimmung so gut war.
Mein Fazit
Lay of the Land ist ein Spiel, in dem es ständig etwas Neues zu entdecken gibt: Neue Höhlen, neue Gegner und neue Materialien. Langweilig wird es hier definitiv nicht. Es ist genau diese Art von Game, bei der man sich sagt: „Ach komm, noch eine Stunde wird nicht schaden“ – und ehe man sich versieht, scheint draußen schon die Sonne. Wer sich von neuen Aufgaben und einer kleinen Lernkurve nicht abschrecken lässt, ist hier genau richtig. Insgesamt war ich positiv überrascht und hatte jede Menge Spaß.
Für die Zukunft würde ich mir noch einen Koop-Modus wünschen.