Unsere Dimraeth Review fällt klar positiv aus: 8 von 10 Punkten für ein Pixel-Action-RPG, dessen Kampfsystem, Skill-Tree und Koop für bis zu acht Spieler schon im Early Access überzeugen, dessen Dialoge und Umfang aber deutlich hinterherhinken. Vor dem Kauf solltest du zwei Dinge wissen: warum auf der Steam-Seite 48 Archetypen stehen, im Spiel aber nur 9 stecken, und warum Warten bei diesem Spiel eher teurer als billiger wird.
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Inhaltsverzeichnis
Dimraeth Early Access: Umfang, Spielzeit und Preis
Der Dimraeth Early Access läuft seit dem 15. September 2026 auf Steam und enthält den ersten Akt der Geschichte, drei Völker, drei Klassen und eine Stufenobergrenze von 25. Entwickelt und selbst veröffentlicht hat das Spiel Mudtek, ein remote arbeitendes Team aus 10 Leuten, für das Dimraeth das erste Projekt ist. Das Interesse war trotzdem riesig: Kurz vor dem Start stand das Spiel auf fast 500.000 Wunschlisten, am 16. September spielten in der Spitze 11.464 Leute gleichzeitig.
| Eckdaten | Dimraeth Early Access |
|---|---|
| Genre | Action-RPG mit Crafting und Basisbau |
| Entwickler und Publisher | Mudtek |
| Release | 15. September 2026 (Early Access) |
| Plattform | PC (Windows) über Steam |
| Preis | 21,99 € |
| Spieler | 1 bis 8, Online-Koop mit Drop-in |
| Deutsch | Menüs und Texte, keine Sprachausgabe |
| Erfolge | 37 |
| Geplante Early-Access-Dauer | 18 bis 24 Monate |
48 Archetypen auf der Store-Seite, 9 im Spiel
Auf der Steam-Seite wirbt Mudtek mit acht Völkern und sechs Klassen, die zusammen 48 Archetypen mit jeweils eigenem Skill-Tree ergeben. Das ist allerdings das Ziel für den Full Release. Im Dimraeth Early Access stecken aktuell drei Völker und drei Klassen, also 9 Kombinationen.
| Bereich | Early Access jetzt | Ziel für den Full Release |
|---|---|---|
| Völker | Mensch, Elf, Minotaurus | 8 |
| Klassen | Brawler, Magician, Shadow | 6 |
| Archetypen | 9 | 48 |
| Story | Akt 1 in drei Kapiteln | längerer Story-Bogen |
| Gebiete | Lost Caverns, Earlwood, Wildwood, Goblin Caves | neue Biome und Zonen |
| Stufenobergrenze | 25 | steigt mit jedem neuen Akt |
Die offizielle Roadmap nennt für das erste große Update und den Full Release noch keinen Termin. Jedes Volk gibt es als männliche und weibliche Variante, darüber hinaus passt du das Aussehen aber nur über Farben an. Ausrüstung verändert die Optik deiner Figur nicht.

Dimraeth Spielzeit: So lange reicht Akt 1
Die Hauptquest des ersten Akts schaffst du je nach Tempo und Schwierigkeitsgrad in etwa 10 bis 20 Stunden. Mit Nebenquests, Basisbau und allen Gesprächen kommen bis zu 30 Stunden zusammen, die Dimraeth Spielzeit hängt also stark davon ab, wie viel du liest und baust. Wer viele Nebenaufgaben erledigt, erreicht die Stufenobergrenze von 25 oft schon vor dem letzten Boss. Danach geht es mit einem Endgame weiter, das wir weiter unten bei der Ausrüstung erklären.
Preis: Warum Warten eher teurer wird
Dimraeth kostet auf Steam 21,99 Euro. Zum Start gab es 10 Prozent Rabatt, mit 19,79 Euro ist das bisher der niedrigste Preis. Mudtek hat angekündigt, den Preis im Lauf des Dimraeth Early Access schrittweise anzuheben, zum Full Release soll das Spiel mehr kosten als heute. Wer auf einen großen Rabatt wartet, spekuliert also gegen die angekündigte Preisentwicklung.
Eine Demo gibt es nicht mehr. Mudtek hat sie am 15. Juli 2026 abgeschaltet, weil sie sich zu stark vom Stand des Early Access unterschied. Den aktuellen Preis und alle Early-Access-Hinweise findest du direkt auf der Steam-Seite von Dimraeth.
Technik, Systemanforderungen und Steam Deck
Der Dimraeth Early Access läuft nur unter Windows und braucht eine Grafikkarte mit mindestens 4 GB Videospeicher, etwa eine GeForce GTX 1650 oder Radeon RX 5500 XT. Integrierte Grafik unterstützt das Spiel nicht. Die empfohlenen Anforderungen nennen kurioserweise eine GTX 1050 Ti, die schwächer ist als die Mindestkarte, verlass dich also vor allem auf die 4 GB VRAM. Empfohlen sind außerdem 8 GB RAM und 10 GB freier Speicherplatz.
Die Pixel-Grafik läuft auch auf älteren Rechnern flüssig, vereinzelt hängt das Spiel aber für ein paar Sekunden. Die Liste der Auflösungen ist knapp, Zwischenstufen wie 1600 x 900 fehlen. Valve hat Dimraeth für das Steam Deck noch nicht eingestuft, im Handheld läuft es aber ordentlich, und seit Patch 0.107.7745 zwingt das Spiel Deck-Nutzer im Dock nicht mehr in die Controller-Steuerung.
Beim Komfort fehlen noch Grundlagen: Eine Minikarte gibt es nicht, und die Kamera lässt sich nicht weiter herauszoomen. Controller werden vollständig unterstützt, in Menüs und Inventar kommst du mit Maus und Tastatur aber deutlich schneller ans Ziel.
Kampfsystem und Skill-Tree: Hier glänzt Dimraeth
Der Kampf ist im Dimraeth Test die klare Stärke. Du steuerst deinen Helden aus isometrischer Sicht, liest die Angriffe der Gegner und entscheidest, ob du zuschlägst, ausweichst, blockst oder parierst. Jede dieser Aktionen kostet Ausdauer, und Gegner lassen sich genau wie du selbst ins Taumeln bringen. Das spielt sich wie ein Souls-lite aus der Vogelperspektive und belohnt Timing statt Tastenhämmern.
Ausdauer, Parieren und Konzentration
Ein perfektes Parieren im letzten Moment wird belohnt, das Zeitfenster ist bei schnellen Gegnern und in Gruppen aber schwer zu treffen. Die Ausweichrolle ist deshalb oft die sicherere Wahl. Deine Fähigkeiten kosten Konzentration (Concentration), die du hauptsächlich über normale Angriffe auflädst. Selbst Magier müssen deshalb regelmäßig in den Nahkampf oder zu Tränken greifen.
Dazu kommen fünf Zauberplätze. Volk und Klasse bringen eigene Fähigkeiten mit, weitere Zauber lernst du über hergestellte Zauberbücher, sofern deine Attribute die Anforderungen erfüllen. Insgesamt verspricht Mudtek mehr als 300 Zauber. So wird aus einem Minotaurus mit Axt mit etwas Investition auch ein Nahkämpfer, der Feuer wirft.
Die Gegnervielfalt ist die Schwachstelle. Du kämpfst lange gegen Schleime, Goblins und Wölfe, spätere Gegner sind oft nur umgefärbte Varianten mit mehr Lebenspunkten. Die Wölfe sind dabei die fiesesten normalen Gegner im Spiel, vor allem solo. Bei den Bossen legt Dimraeth dagegen zu, am besten kommen sie auf der höchsten der drei Schwierigkeitsstufen zur Geltung, die du pro Welt festlegst.

Skill-Tree und Builds
Der Skill-Tree erinnert optisch an den passiven Baum aus Path of Exile und teilt sich in eine Hälfte für dein Volk und eine für deine Klasse. Erfahrung verteilst du nicht automatisch: Du gehst zu einem Trainer oder rastest an einem Lager, steigerst dort Attribute und bekommst für jede Steigerung einen Skill-Punkt. Mit den Punkten schaltest du Knoten frei, die am Ende jedes Astes zu stärkeren Fähigkeiten und Veränderungen deiner Skills führen. Zwei Charaktere mit derselben Kombination können sich so schon nach wenigen Stufen völlig unterschiedlich spielen.
Die Kehrseite: Ein großer Teil der Knoten bringt nur kleine Prozent-Boni, und mit der Obergrenze von Stufe 25 kommst du im Dimraeth Early Access nicht weit in den Baum. Einige wenige Builds sind außerdem deutlich stärker als der Rest. Umskillen ist erlaubt: Skill-Punkte setzt du gegen Gold zurück, für Attribute brauchst du ein Elixier, das es bei einem Händler zu kaufen gibt. Viele übersehen dieses Elixier und halten ihre Attribute deshalb für fest verteilt.
Loot, Sanctum und Survival: viele Systeme, wenig Tiefe
Rund um den Kampf baut Dimraeth ein ganzes Netz aus Ausrüstung, Basisbau, Crafting und Überleben auf. Im Dimraeth Test merkst du hier am deutlichsten, dass das Spiel noch im Early Access steckt: Alle Systeme greifen ineinander, aber kaum eines hat schon genug Tiefe, um lange zu tragen.
Ausrüstung: Sets statt Waffen
Waffen findest du in Dimraeth nicht, deine Klasse legt sie fest. Beute besteht aus Amuletten, Armschienen, Abzeichen und ähnlichen Teilen mit zufälligen Werten, die zu Sets mit Bonuseffekten gehören. Beim Schmied verbesserst du Teile und deckst dabei zusätzliche Werte auf, Überflüssiges zerlegst du in Material für diese Upgrades.
Das Problem ist die Belohnung. Die Werte fallen meist klein aus, du kannst sie nicht neu auswürfeln, und hohe Seltenheitsstufen droppen fast nur in den letzten Gebieten. Bestimmte Sets gibt es außerdem nur bei bestimmten Gegnertypen oder in bestimmten Regionen. Wer gern Werte optimiert, findet hier einen langen Grind, wer auf die eine besondere Waffe hofft, wird enttäuscht.
Endgame: Kopfgelder und Deed-Stufen
Nach dem letzten Boss schaltest du am Auftragsbrett der Gilde Kopfgelder (Bounties) frei. Damit kämpfst du erneut gegen die Bosse des Akts, auf bis zu drei Deed-Stufen mit steigender Schwierigkeit und besserer Beute. Jedes Kopfgeld hat danach eine mehrtägige Abklingzeit.
Durch die Grenzen bei Stufe 25 und Deed-Stufe 3 ist dieses Endgame schnell ausgereizt und verlängert die Dimraeth Spielzeit nur begrenzt. Eine höhere Stufenobergrenze ist erst mit dem nächsten Akt geplant.
Sanctum: Basis mit Farm und Mitbewohnern
Deine Basis heißt Sanctum. Dort baust du Werkbänke, Truhen, Felder und Steinbrüche, die mit der Zeit selbst Rohstoffe liefern. Für die Produktionsgebäude brauchst du Anhänger (Followers), die du über Nebenquests und zufällige Ereignisse in der Welt gewinnst. NPCs aus dem Dorf ziehen nach ihren Quests zu dir und bieten Läden und Dienste an, die du mit Material ausbaust.
Praktisch ist, dass Werkbänke auf Truhen in der Nähe zugreifen. Im Dimraeth Koop baut ihr gemeinsam an der Basis des Hosts, Gäste können dort also auch eigene Truhen aufstellen. Sobald du dein erstes Haustier hast, kann es Beute direkt in eine Truhe zu Hause schicken oder verkaufen, insgesamt gibt es neun Haustiere mit eigenen Fähigkeiten.
Im Dorf steht sogar ein Pokertisch für Texas Hold’em. Beim Bauen selbst fehlt aber noch Tiefe: Die Zahl der Felder ist begrenzt, Gestaltungsmöglichkeiten gibt es wenige, und Angeln fehlt komplett.
Hunger, Durst und Rasten
Dimraeth hat ein leichtes Survival-System: Du musst essen und trinken, sonst gibt es Abzüge. Tränke füllst du nur auf, wenn du an einem Lager rastest, und das Rasten lässt gleichzeitig die Gegner der Umgebung wieder erscheinen. Im Bett deiner Basis kannst du nur nachts schlafen, dafür gibt es einen Erfahrungsbonus. Zusammen mit dem begrenzten Tragegewicht und fehlendem Auto-Loot führt das zu vielen kleinen Pausen, die den Spielfluss bremsen.
Dimraeth Koop: Bis zu acht Spieler im Drop-in
Der Dimraeth Koop ist neben dem Kampf das zweite große Argument für das Spiel. Du spielst allein oder mit bis zu sieben Freunden, die jederzeit ein- und aussteigen können. Dein Held nimmt Stufe, Ausrüstung, Inventar, Zauber und persönlichen Fortschritt in jede Welt mit. Story-Fortschritt, angeworbene Verbündete und Gebäude bleiben dagegen an die Welt gebunden, in der sie entstanden sind.
Genau diese Trennung ist die wichtigste Falle im Dimraeth Koop. Trittst du der Welt eines Freundes bei, der in der Story schon weiter ist, erlebst du dort Abschnitte mit, die dir in deiner eigenen Welt trotzdem noch fehlen. Tipp: Spiel die Geschichte entweder in deiner eigenen Welt oder immer mit derselben Gruppe beim selben Host.
Rasten müssen im Dimraeth Koop alle gemeinsam, sonst füllt sich niemandes Tränkevorrat auf. Mit mehreren Spielern wird das Geschehen außerdem unübersichtlich, weil sich Gegnerangriffe im Effektgewitter schwer lesen lassen. Offiziell ist Dimraeth auf acht Spieler ausgelegt, öffentliche Server nehmen aber deutlich mehr auf und werden dann entsprechend chaotisch und ruckelig. Persönliche Beute lässt sich ein- und ausschalten.
Öffentliche Lobbys: Diebstahl und Griefing
In der ersten Woche waren öffentliche Lobbys im Dimraeth Koop ein Risiko. Als privat markierte Truhen ließen sich trotzdem plündern, und Fremde haben Basen mit Bauobjekten zugestellt. Mudtek hat schnell nachgebessert: Seit Patch 0.107.7725 vom 21. September funktionieren private Truhen, Lobbys sind standardmäßig nur für Freunde offen, und Trainingspuppen sind auf fünf Stück begrenzt. Patch 0.107.7745 vom 23. September erlaubt dem Host, Truhen von Gästen zu zerstören, und sperrt manipulierte Charaktere aus Mehrspielerwelten aus.
Wichtig: Öffne deine Welt trotzdem am besten nur für Freunde. Alle Änderungen im Detail stehen in den offiziellen Patch Notes auf Steam. Suchst du ein Koop-Abenteuer, bei dem Loot klar im Mittelpunkt steht, lohnt ein Blick in unsere Review zu Goblin’s Die.
Story, Dialoge und die KI-Frage
Die Geschichte ist klassische Fantasy: In Mirkea breitet sich eine Verderbnis aus, der Ogermagier Sylbos will die Macht von Dimraeth an sich reißen, und der Zauberer Faustas rekrutiert deinen Helden, der durch Zufall eine uralte Kraft erhalten hat. Erzählt wird fast alles über lange Textdialoge, eine vollständige Sprachausgabe gibt es nicht. Zu Beginn wählst du eine von vier Persönlichkeiten (heldenhaft, gelehrt, witzig oder stoisch), die aber vor allem die Formulierung deiner Antworten ändert, nicht deren Folgen.

Für uns waren die Dialoge ein Krampf zu lesen. Die Texte sind lang, drehen sich inhaltlich im Kreis und transportieren wenig Handlung, dazu kommt eine deutsche Lokalisierung, die noch spürbar Feinschliff braucht. Wie unfertig die Übersetzungen teils sind, zeigt Patch 0.107.7745: Er behebt unter anderem Tooltip-Effekte, die bis dahin auf Englisch geblieben waren. Beziehungen und Romanzen sind angelegt, kommen im aktuellen Akt aber kaum über erste Annäherungen hinaus.
Die Debatte um KI-Texte
Die KI-Frage ist das häufigste Thema zum Dimraeth Early Access. Viele Spieler halten die Dialoge für KI-generiert, auf der Steam-Seite steht aber kein Hinweis auf KI-Inhalte, und in den offiziellen Steam-Ankündigungen geht Mudtek nicht darauf ein. Im offiziellen Discord hat ein Entwickler erklärt, KI diene beim Schreiben nur als Werkzeug und die Dialoge stammten vom Autor, eine Kennzeichnung sei deshalb nicht nötig. Wie groß der KI-Anteil tatsächlich ist, bleibt damit offen.
Streit um KI gab es schon vor dem Start: In der Testphase setzte Mudtek KI-Stimmen ein und entfernte sie nach Kritik wieder. Für die Wertung in dieser Dimraeth Review zählt, was im Spiel steht, und die Dialoge lesen sich schwach, unabhängig davon, wie sie entstanden sind. Eine Überarbeitung von Texten und Lokalisierung wäre für uns der größte einzelne Hebel zu einer höheren Wertung.
Dimraeth Test-Wertung und Kaufempfehlung
Unser Dimraeth Test endet bei 8 von 10 Punkten.
Dimraeth hat das Fundament für ein richtig gutes Koop-RPG: Kampf, Build-System und Präsentation stimmen schon jetzt. Dagegen stehen ein schmaler erster Akt, ein Endgame mit engen Grenzen, Beute ohne echte Highlights und Dialoge, die sich wie ein Krampf lesen. Zum Full Release ist aus unserer Sicht klar mehr drin, vor allem wenn Mudtek Dialoge und Lokalisierung deutlich verbessert.
Für wen sich der Kauf jetzt lohnt
Jetzt zuzugreifen lohnt sich, wenn du eine feste Koop-Gruppe hast, gern Builds bastelst und dir die aktuelle Dimraeth Spielzeit von 10 bis 20 Stunden Story plus Boss-Farm reicht. Warten solltest du, wenn dir Geschichte und Dialoge wichtig sind, wenn du alle 48 Archetypen erwartest oder die offene KI-Frage für dich ein Ausschlusskriterium ist. Denk dabei an die angekündigten Preiserhöhungen. Als Alternative mit starkem Kampfsystem und Koop lohnt ein Blick in unsere DragonSword Awakening Review.
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