DragonSword Awakening Review: 19 Helden, kein Gacha, eines der besten RPGs 2026

Ein Gacha, das sein Gacha rauswirft und stattdessen als 30-Euro-Kaufspiel erscheint: Genau das ist DragonSword: Awakening. Dieses DragonSword Awakening Review nimmt das Ergebnis direkt vorweg, der Schritt war goldrichtig. Hound13 liefert ein anime-lastiges Open-World-Action-RPG mit 19 Helden, einem exzellenten Tag-Kampfsystem und einer Welt, in der Erkunden tatsächlich belohnt wird. Perfekt ist es nicht, vor allem die deutsche Lokalisierung schwächelt, aber für uns gehört es klar zu den besten Spielen 2026. Und lass gerne ein Abo auf YouTube da!

Transparenz: Wir haben einen kostenlosen Key vom Entwickler erhalten. Auf unser Urteil hat das keinen Einfluss, dieser Test bleibt zu 100 Prozent ehrlich.

DragonSword Awakening auf einen Blick

Bevor wir ins DragonSword Awakening Review einsteigen, hier die wichtigsten Eckdaten:

Entwickler / PublisherHound13 Inc.
Release22. Juli 2026
PlattformPC (Steam)
Preis29,99 Euro (Standard), 49,99 Euro (Deluxe)
GenreOpen-World-Action-RPG, Tag-Team-Action
EngineUnreal Engine 5
SpracheSprachausgabe nur Koreanisch, Untertitel und Menüs in elf Sprachen inkl. Deutsch
ModelleBuy-to-Play, keine Mikrotransaktionen, kosmetische DLCs

Vom Gacha zum Kaufspiel: die wichtigste Entscheidung des Spiels

DragonSword startete im Januar 2026 in Südkorea als Live-Service-Gacha unter Webzen. Nach der Kündigung des Publishing-Vertrags im Februar hat Hound13 das Projekt komplett umgebaut und veröffentlicht es jetzt selbst als Buy-to-Play-Paket. Über 450.000 Steam-Wunschlisten vor Release zeigen, wie gut diese Kehrtwende ankam.

Und man merkt sie in jeder Minute. Im Herzen bleibt DragonSword: Awakening ein Gacha, nur eben ohne Lootboxen, Pity-Counter und Bezahlwände. Alle 19 Helden, alle Systeme, der komplette Content: einmal kaufen, fertig. Das ist 2026 leider immer noch eine Seltenheit.

Technik: Unreal Engine 5 ohne Stolpern

Die Grafikoptionen standen bei uns von Haus aus fast auf Maximum, lediglich die DLSS-Upscaling-Qualität ließ sich noch eine Stufe hochdrehen. Auf dem höchsten Preset läuft das Spiel absolut sauber und flüssig, sowohl im Gameplay als auch in den Zwischensequenzen. Optisch ist das auf sehr hohem Niveau: warme Farben, ein durchgehend stimmiger Anime-Look und hervorragende Animationen, gerade im Kampf.

Für die Installation solltet ihr eine SSD einplanen, Hound13 schreibt das im Steam-Datenblatt ausdrücklich vor. Empfohlen werden ein i7-9700F, 16 GB RAM und eine RTX 3060.

Story: langsamer Start, dann richtig gut

Das Spiel eröffnet mit einer Zwischensequenz, die zeigt, was in 15 Tagen passiert: Unser Söldnertrupp steht kurz davor, von einem Drachen ausgelöscht zu werden, und während die Truppe am Boden liegt, verwandelt sich unser Held oder wird von etwas in Besitz genommen. Schnitt, 15 Tage zurück. Wir spielen Lute, geraten mit einer Nussschale von Boot in einen Taifun und wachen an einem Strand auf.

Wer statt zum Questmarker zurück zum Boot läuft, findet einen Brief: Wir suchen unseren Großvater, der ohne Bescheid zu geben verschwunden ist, und sollen den Organa-Orden in Orbis aufsuchen. Am Ende steht die Warnung, Fremden nicht zu vertrauen und keinesfalls mit ihnen mitzugehen. Etwa zwanzig Minuten später schließen wir uns einem chaotischen Söldnertrupp an.

Wir retten Castella und Johnny vor Goblins, die eher wie Schweine aussehen, heilen Castellas Bein und werden von Johnny quasi adoptiert, weil er uns unbedingt zum Königspalast bringen will. Danach steigen wir erst mal im Söldnerrang auf, was anfangs recht belanglose Quests bedeutet.

Die Story ist nicht die tiefgründigste, aber sie ist interessant erzählt und vor allem sehr „Anime“, besonders beim Humor. Johnny ist das laute Großmaul, das immer gut gelaunt ist und sich mit jedem anlegt, Elfe Castella ist Feuer und Flamme, sobald irgendwo das Wort Schatztruhe fällt. Über allem hängt der große Bogen: Vor 60 Jahren verwüstete ein Drache den Kontinent, sechs Helden hielten ihn auf. Jetzt ist er zurück.

Riesiger Pluspunkt: Unser Held ist nicht stumm. Die koreanischen Sprecher leisten durchweg starke Arbeit, die vertonten Dialoge tragen das Spiel spürbar. Die Hauptstory ist in acht Kapitel unterteilt, baut sich langsam auf und wird von Kapitel zu Kapitel besser.

Kampfsystem: Tag-Kombinationen, die süchtig machen

Das Highlight. Jeder Held bringt eigene Statusveränderungen mit, ihr stapelt sie mit euren Fähigkeiten und dürft dann per Tag-Kombination mitten in der Combo zu einem anderen Charakter wechseln, der die Kette nahtlos weiterführt. Gegner haben eine Break-Leiste, die ihr brechen könnt, große Gegner wie Bosse und Drachen lassen sich zusätzlich erklimmen, um sie vom Kopf aus zu bearbeiten. Dazu kommen Elemente und DoTs wie Brand.

Die Angriffe sind flashy, extrem sauber animiert und treffen mit ordentlich Wucht. Wer schon Genshin Impact oder Wuthering Waves gespielt hat, ist in Minuten drin, für alle anderen ist die Lernkurve trotzdem flach. Wenn wir in diesem DragonSword Awakening Review ein System hervorheben müssten, dann dieses.

Helden und Progression: Karma statt Glücksrad

19 anwerbbare Helden sind das zweite große Argument. Ihr bekommt sie über die Story und über In-Game-Belohnungen, nicht über Ziehungen. Zu jedem Helden steht dabei, mit welchen Teamkollegen er harmoniert, ihr könnt also nach Optik oder nach Synergie gehen. Charakterlich unterscheiden sich fast alle deutlich voneinander, hier wurde bei den Persönlichkeiten sehr gute Arbeit geleistet.

Beim Aufwerten greifen die klassischen Gacha-Systeme: leveln, Fähigkeiten aufstufen, Ausrüstung farmen und verbessern, Erwecken. Die Besonderheit heißt Karma. Eure Waffe selbst lässt sich nicht tauschen, dafür rüstet ihr sie mit Karma-Objekten aus, die Werte und einen Effekt liefern. Ein cleveres System, das Waffen-Builds ersetzt, ohne den Look eures Helden zu zerstören.

Ihr müsst Grinden mögen. Vieles lässt sich nur freischalten, herstellen oder leveln, wenn ihr die Ressourcen habt, und manche braucht ihr in großen Mengen. Für Genre-Fans ist das Alltag, für alle anderen der wahrscheinlichste Abbruchgrund.

Alles zum Aufwerten eurer Helden findet ihr in unserem ausführlichen Guide: HIER KLICKEN

Open World: Erkunden lohnt sich fast überall

Die Welt ist dicht gebaut und voll mit Ressourcen. Fässer und Kisten droppen Gold, Kochzutaten liegen alle paar Meter herum, Erze und Steine baut ihr direkt mit Angriffen ab. Das Design ist so klar, dass ihr auf einen Blick seht, was interaktiv ist und was Deko.

Dazu kommen Rätsel, Dungeons, zerstörbare Wände mit Belohnungen dahinter und Mechaniken wie umwerfbare Bäume, die neue Wege öffnen. Das Königreich nach dem Prolog ist groß, hübsch und lebendig: Händler, ein Tower, NPCs, mit denen ihr quatschen könnt, auch wenn viele davon nur Kulisse sind. Die Monster- und Bossvielfalt ist ebenfalls stark.

In vielen Gebieten gibt es kleine Gebietsquests. Ladet einer Frau drei Kürbisse auf den Wagen, spielt mit einem Mädchen Verstecken. Kurz, nicht zu häufig, und hervorragend fürs Worldbuilding. Für Abwechslung sorgen außerdem Minispiele wie Hau den Maulwurf oder Gleitrennen durch fliegende Ringe.

Unser Tipp: rusht das Spiel nicht. DragonSword: Awakening entfaltet seine Stärke, wenn ihr euch Zeit nehmt.

Begleiter: reiten, gleiten, klettern, tauchen

Die Familiars sind eines der besten Features. Ihr reitet auf ihnen, gleitet, sprintet, klettert, schwimmt und taucht. Springt ihr von einem Teleport-Turm, gibt es beim Gleiten einen ordentlichen Boost. Ein paar Begleiter stecken hinter DLCs und der einzige Drachen-Begleiter in der Deluxe Edition, genug andere lassen sich aber im Spiel erfarmen.

Alles zum Gleiten und zu den Begleitern erklären wir in diesem Guide: HIER KLICKEN

Koop: klein, aber sauber umgesetzt

Ohne Gacha trotzdem Koop, das hätte man auch streichen können. Ihr landet nicht in der offenen Welt eures Partners, sondern bestreitet gemeinsam Instanzen. Möglich ist das in zwei Modi: Unterwerfung für ein bis zwei Spieler und Raid für ein bis drei Spieler.

Der Ablauf ist unkompliziert: Instanz wählen, Lobby erstellen, Freund per Code oder über die Steam-Freundesliste einladen, Team anpassen, Herausforderung starten. Schafft ihr eine Stufe, schaltet ihr die nächste Schwierigkeit frei. Uns sind es etwas zu wenige Modi, für ein reines Kaufspiel ist es aber ein echtes Entgegenkommen.

DLCs: rein kosmetisch

Es gibt DLCs für Kostüme und Begleiter, dazu die Deluxe Edition für 49,99 Euro mit dem einzigen Drachen-Begleiter, Artbook und Soundtrack. Alles davon ist rein kosmetisch, das Spiel funktioniert vollständig ohne. Für uns kein Dealbreaker, sondern eine faire Möglichkeit, den Entwickler zu unterstützen.

Die Kritikpunkte im DragonSword Awakening Review

Die deutsche Übersetzung. Unser größter Kritikpunkt. Echte Fehler sind uns kaum aufgefallen, aber die Wortwahl ist häufig merkwürdig und die Groß- und Kleinschreibung in einigen Ingame-Beschreibungen ist verwirrend. Interessantes Detail: Auf der Steam-Seite gibt Hound13 an, generative KI ausschließlich für die Übersetzung bestimmter Ingame-Dialoge und externer Inhalte genutzt zu haben. Wir würden das Spiel beim nächsten Durchgang auf Englisch spielen.

Kein Schwierigkeitsgrad. Das Spiel ist über die Hauptstory hinweg schlicht zu einfach und lässt sich nicht anpassen. Mehr Herausforderung hätte dem Kampfsystem gutgetan.

Zu viel Handhaltung. Rätsel werden erklärt, bevor man nachdenken kann, und selbst das Versteckspiel markiert die Verstecke mit weißen Pfeilen. Liebe Entwickler, traut euren Spielern mehr zu. Die Gebietsquests tauchen zudem in keinem Questlog auf, was bei ihrer Kürze aber verkraftbar ist.

Generisches Questdesign. Die Hauptquests überraschen oft mit unerwarteten Wendungen, der Aufbau bleibt trotzdem häufig „hol mir dies“ oder „die Goblins da drüben haben mir etwas geklaut“.

Kleinkram. Beim Angriff steigt man nicht automatisch vom Reittier ab, was gegen jede Muscle Memory arbeitet. In seltenen Fällen läuft die letzte Dialogzeile über die Textbox und sogar über den Bildschirmrand hinaus, dann ist der Satz schlicht nicht lesbar.

Bugs. Nichts Gamebreaking. Einmal ließ sich mit gar nichts mehr interagieren, weder NPCs noch Truhen, ein Neustart hat das behoben und es trat nie wieder auf. In einer Fluchtsequenz sind wir durch den Boden gefallen, was uns getötet und die Sequenz problemlos neu gestartet hat.

Keine Demo mehr. Es gab im Juni eine, aktuell ist sie nicht mehr verfügbar. Gerade bei einem Spiel, das so stark vom Grind-Geschmack abhängt, wäre eine Testmöglichkeit wichtig.

Fazit zum DragonSword Awakening Review

DragonSword: Awakening ist der Beweis, dass ein Gacha auch ohne Gacha funktioniert, und zwar besser. Hound13 nimmt die Stärken des Genres mit, das flashy Tag-Kampfsystem, 19 charakterstarke Helden, eine dichte Anime-Open-World, jede Menge Progression, und streicht das, was daran nervt: Ziehungen, Bezahlwände, künstliche Verknappung. Für 29,99 Euro bekommt ihr ein vollständiges, technisch sauberes und wunderschön animiertes Action-RPG, das erst langsam anläuft und dann über acht Kapitel immer besser wird. Die Schwächen sind real, die deutsche Übersetzung ist schwach, das Spiel ist zu einfach und der Grind ist Genre-typisch hoch, aber keine davon zerstört das Gesamtbild. Unser Urteil im DragonSword Awakening Review fällt deshalb klar aus: eines der besten Spiele 2026.

Für wen ist DragonSword: Awakening?

  • Für Gacha-Fans, die das Genre lieben, aber die Monetarisierung satthaben
  • Für alle, die Genshin Impact oder Wuthering Waves mögen und ein Kaufspiel wollen
  • Für Erkunder, die eine Welt in Ruhe abgrasen und Ressourcen farmen
  • Für Fans von Anime-Humor, Team-Building und stylischen Combos
  • Für Koop-Spieler, die Instanzen und Raids zu zweit oder zu dritt laufen wollen

Für wen eher nicht?

  • Für alle, die Grind und Wiederholung hassen
  • Für Spieler, die Herausforderung suchen, es gibt keine Schwierigkeitsgrade
  • Für alle, die auf eine gute deutsche Lokalisierung angewiesen sind
  • Für Story-Fans, die sofortiges Weltuntergangs-Tempo erwarten
  • Für alle, die klassische Open Worlds ohne Gacha-Progression bevorzugen

Wir wünschen dem Team von Hound13 Inc. den vollen Erfolg und hoffen, dass sie genau solche Spiele auch in Zukunft entwickeln.

Hier findest du unsere Guides zum Spiel:

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Good
  • Kein Gacha, keine Mikrotransaktionen, kompletter Umfang für 29,99 Euro
  • Tag-Kombinationen sind mechanisch stark und sehen fantastisch aus
  • 19 sehr unterschiedliche Helden mit echter Persönlichkeit
  • Technisch sauber, hübsche Optik, top Animationen
  • Dichte Open World mit ständig neuen Funden
  • Starke koreanische Sprachausgabe, kein stummer Protagonist
  • Karma-System als eigenständige Ausrüstungsidee
  • Koop für Instanzen und Raids
Bad
  • Schwache deutsche Lokalisierung
  • Keine Schwierigkeitsgrade, insgesamt zu leicht
  • Rätsel und Gebietsquests halten zu stark die Hand
  • Viel Grind bei Ressourcen
  • Generisches Questdesign in Teilen
  • Aktuell keine Demo verfügbar
9
Kampfsystem - 9.5
Präsentation & Technik - 10
Welt & Erkundung - 9.5
Helden & Progression - 9.5
Story & Charaktere - 8.5
Preis-Leistung - 9.5
Lokalisierung - 6.5