Vorab möchten wir uns bei W4S bedanken, die uns den Key für 字獄 JIGOKU zur Verfügung gestellt haben. Die Review bleibt dennoch völlig unbeeinflusst.
Worum geht es in 字獄 JIGOKU?
Ihr wolltet schon immer Kanji lernen und wusstest bisher nicht, wo ihr das am besten lernen könnt? In 字獄 JIGOKU ändert sich das zwar immer noch nicht, aber dann irgendwie doch. Der Hauptcharakter ist ein Kanji-Zeichen und die Gegner auch. Wir bewegen uns im Roguelike – Bullet Hell Segment und werden von unzähligen Zeichen angegriffen.
Gameplay
Nach jedem Level Aufstieg dürfen wir uns dann Fähigkeiten aussuchen. Anders als in anderen Roguelikes werden wir am Ende alle Fähigkeiten freigeschaltet haben. Es gibt auch kein Perma Death. Sobald wir verlieren, können wir die Stage wieder von vorne beginnen, behalten sämtlichen Progress und können stärker werden.
Im ersten Durchgang entwickeln wir uns alle 10 Level weiter: Mensch, Brawler, Samurai, Oni und God. Dabei sind wir am Ende nahezu unantastbar und töten alles. Der letzte Boss stuft uns dann anschließend zunächst um eine Entwicklung zurück. Dann beginnt die Reise wieder von vorne. Wir besiegen die sechs Bosse und anschließend werden wir erneut um eine Entwicklung zurückgesetzt. Nach jedem zurücksetzen verlieren wir Basestats und das Spiel wird ein wenig anspruchsvoller. Keine Panik: Im schlimmsten Fall gibt es ein Schwierigkeitsgrad.
Das Zurücksetzen geht soweit zurück bis wir wieder ein Mensch sind und das ist das Ende. Nein, tatsächlich nicht. Wir werden dann noch weiter zurückgestuft, die ich nicht spoilern möchte. Das Spiel ist somit ein einziger (langer) Run. Es gibt Speicherstände, damit auch eine Pause eingelegt werden kann.
Aktuell habe ich knapp 3 Stunden und auf mich warten noch ca. 3-4 Stufen.
***Triggerwarnung***
Das Spiel wird bei den letzten Boss extrem unübersichtlich und ihr werdet euch nicht mehr finden. Es sind auch sehr viele Lichteffekte, wo der ganze Bildschirm weiß wird und die Angriffe immer häufiger rausgehen. Ich möchte daher warnen, wenn ihr an Epilepsie oder Ähnliches leidet. Im Spiel selber konnte ich so eine Warnung nicht finden.


Soundtrack
Der Soundtrack erinnert zunächst an die alten Space Invader Spiele und bei den Bossfights wird es dann ein wenig epischer bzw. japanisch angehaucht. Zunächst mochte ich den Soundtrack sehr bis ich mir die Credits angeschaut hatte. Der Soundtrack ist im Entwicklungsprozess mit KI entwickelt/inspiriert worden. Dafür gibt es seitens der Entwickler auch einen Disclosure:
„The background music in this game was generated using Suno AI. Some sound effects were generated using ElevenLabs. All AI-generated assets were curated, edited, and finalized by the developer (W4S) as part of the production process. No AI-generated content is created at runtime — all assets are pre-produced and bundled with the game.„
Auch wenn der Soundtrack schlussendlich durch W4S nochmals bearbeitet und angeschaut wurde, tauchen in den Credits nur die KI Namen auf. Aus dem Grund möchte ich in der Review den Soundtrack nicht bewerten.
Fazit
字獄 JIGOKU ist ein lustiger Zeitvertreib für ein paar Stunden und hat keine besondere Tiefe oder ruft Strategiegefühle hervor. Am Ende schaltet man alle Fähigkeiten frei, nach einem Tod kann man erneut Leveln und wird somit stärker und sobald das maximale Level von 100 erreicht wird, werden die Stats auf maximal gehauen. Es ist somit fast unmöglich zu verlieren. Die „Story“ wirkt zunächst interessant, aber nach jedem Run ist es immer derselbe Ablauf und immer dieselben Fähigkeiten und Bosse mit den selben Angriffsmuster. Das lustige sind die Bosse, weil die sich an einen „erinnern“ und jedes Mal Hoffnungen haben, dich zu besiegen. Da hört es dann auch schon wieder auf. Ein paar Bugs hatte ich, wo ich die Stage neu starten musste, aber die Perfomance ist weitestgehend stabil. Aktuell ist das Spiel nur auf englischer und japanischer Sprache verfügbar.