Am 02. Juni 2026 startete der Early Access zu Fatekeeper und das Entwicklerteam Paraglacial zeigt uns, was mit einem 13-köpfigen Team alles möglich ist. Aktuell kostet Fatekeeper nur 8€ und ich erkläre euch in den kommenden Abschnitten auch, warum der Preis noch so gering ist.
Kleiner FunFact vorab: Paraglacial hat ihren Sitz in Bayern und stammen somit aus Deutschland 🙂
Inhaltsverzeichnis
Early Access – Phase
Die Early Access – Phase soll laut Entwicklern 18 Monate dauern und anschließend seinen Full-Release feiern. Zum aktuellen Zeitpunkt können Spieler nur ca. 2-3 Stunden spielen und der für den Early Access vorgesehene Abschnitt wird mit einer kurzen Abschlusssequenz beendet. Die finale Version des Spiels soll dann ca. 15 Stunden Spielzeit betragen.
Basierend auf den Updates bzw. kommenden Versionen soll sich außerdem der Preis ändern. Der Einstiegspreis von nur 8€ ist also entsprechend auch nur für den Einstieg gedacht. Basierend auf dem Feedback der Spieler kann sich auch die Roadmap an Content ändern.
Aktueller Stand
Story
In Fatekeeper geht es im Grunde direkt los. Wir haben ein dickes Schwert, 4-5 Zaubersprüche, eine sprechende Ratte, die uns hin und wieder Dinge erzählt und eine fette Rüstung. Das Spiel wird sehr oft mit dem Klassiker „Dark Messiah of Might & Magic“ verglichen und dem kann ich nur zustimmen. Die 2-3 Stunden Spielzeit müssen jedoch vielmehr als eine Art Konzeptvorstellung verstanden werden und nicht wirklich als ein klassischer Einstieg in eine Spielwelt. Viel von der Story erfahren wir nicht, aber sie deutet natürlich eine Fantasy Welt an.
Kampfsystem
Das Kampfsystem ist entsprechend der frühen Phase noch sehr übersichtlich. Wir tragen in unseren rechten oder in beiden Händen entweder ein Schwert oder eine Axt. Mit unserer linken Hand können wir zaubern. Wir haben die Elemente Feuer, Eis, Wind und Telekinese. Die ersten drei Elemente sind selbsterklärend, aber mit der Telekinese können wir die Gegner entweder durch die Luft zu uns wirbeln und sie wie im Baseball in der Luft schlagen oder wir ziehen sie kurz an uns, um ein 1-2 Schläge landen zu können.
Außerdem können wir mit der Telekinese Objekte bewegen und ziehen. In einigen Arenen können wir Gerüste auf die Gegner fallen lassen und töten. Da das Spiel ab 18 Jahren ist, ist die Gewaltdarstellung auch „brutal“ (Zertrennte Körperteile usw.). Es passt jedoch perfekt ins Setting.
Zusätzlich gibt es einen Skilltree, der auf dem ersten Blick wirklich erschlagend wirkte, aber auch zeigt, welche Tiefe das Spiel in Zukunft haben wird.
Das Kampfsystem mag an einigen Stellen noch nicht ausgereift zu sein, weil es bei einer hohen Anzahl an Gegnern sehr leicht überwältigend und frustrierend sein kann. Wir können Gegner (noch) nicht fokussieren und müssen dafür sorgen, dass alle Gegner vor uns sind. Es gibt keinerlei Hinweise auf eingehende Angriffe und manchmal erwischt es einen aus dem Totenwinkel. Für einige mag das sehr anspruchsvoll sein. Meiner Meinung ist es eher eine Gewöhnungssache.
Die Hitboxen sitzen zum aktuellen Zeitpunkt auch noch nicht dort, wo sie sitzen sollten. Gerade der erste Boss hatte sehr viele Probleme und sorgte laut Steam Reviews für viel Frust und teilweise Abbruch. Die Entwickler haben aber bereits einen ersten Patch hochgeladen und der Boss ist deutlich angenehmer als vorher. Die Reaktionszeit der Entwickler kann ich an dieser Stelle nur loben.
Neben Angriffen müssen wir uns natürlich auch verteidigen können. Das können wir durch Ausweichen oder Blocken. Es gibt außerdem einen „Perfect Dodge“ – Prinzip, wo die Zeit verlangsamt wird, wenn man zum richtigen Moment ausweicht. Ein Konter habe ich bisher nicht triggern können und weiß entsprechend nicht, ob es einen gibt. Das Blocken verbraucht nur Ausdauer und kein Leben. Wenn alle Stränge reißen, können wir auch unseren mächtigen Fuß zu einem spartanischen Tritt ansetzen und die Gegner zum Straucheln bringen.
Heilen können wir uns nur Mithilfe von verschiedenen Items, die wir entweder im Alchemie Topf zu einem Trank brauen oder die Pflanzen direkt konsumieren. Die Tränke haben unterschiedliche Wirkungen wie erhöhter physischer Schaden oder Mana Regeneration.

Worldbuilding
Fatekeeper wurde auf der Unreal Engine 5.6 entwickelt und zeigt uns, was sie kann. Es ist kein Open World Spiel, aber sobald man sich an der Oberfläche bewegt, sieht die Welt wirklich atemberaubend schön aus. Gerade die Felsenlandschaft bewegte mich dazu einen Moment innezuhalten und mir das anzuschauen. Viel zum Erkunden gibt es nicht. Hin und wieder finden wir eine Truhe, die diverse Items wie Waffen oder Material für unsere Alchemie Topf für uns hat. An Gebüschen können wir Pflanzen einsammeln oder auf dem Boden lassen sich Pilze finden. Das wars im Grunde auch schon mit dem verfügbaren Loot.
In regelmäßigen Abständen erreichen wir Speicherpunkte, wo wir unseren Spielstand festhalten können. Wichtig: Es ist nicht zu verstehen wie bei FromSoftware oder ähnlichen Spielen, wo das Leben voll aufgeladen wird und die Gegner wieder respawnen. Es speichert genau diesen Moment ab. Solltet ihr euch also nach dem Speichern entscheiden eure Waffe zu wechseln, Tränke zu brauen, Skills zu verteilen und ihr stirbt danach, dann müsst ihr das Ganze nochmal von vorne machen. Eine Karte oder eine konkreten Laufweg werdet ihr vermissen. Das Spiel sagt euch nicht, wo es lang geht. Den richtigen Weg müsst ihr finden. Die nächsten Gebiete sind teilweise mit halb offenen Türen angedeutet .

Performance
Ja, das Spiel befindet sich erst seit 4 Tagen in der Early Access und es wäre unfair sich über Performance und Bugs zu beschweren. Im Grunde hatte ich auch nicht viele Bugs und einige davon wurden sogar direkt gefixt. Zum Beispiel, dass der Untertitel unverändert gleich blieb. An einigen Stellen hatte ich starke FPS-Einbrüche, die gerade beim Kämpfen frustrierend waren, aber darüber kann ich noch hinwegsehen. Viel ist mir ansonsten noch nicht passiert.
Fazit zu Fatekeeper
Ich bin sehr optimistisch, dass Fatekeeper ein brutal gutes Spiel werden kann. Die 2-3 Stunden Spielzeit zeigen sehr gut, in welche Richtung das Spiel geht und es spricht mich vollkommen an. Die Welt sieht sehr interessant aus, das Kampfsystem könnte mit überarbeiteten Hitboxen und besserem Gefühl sehr viel Spaß bringen. Gerade die Story interessiert mich wirklich sehr, weil es eine klassische Fantasy Richtung andeutet und ich LIEBE Fantasy.
Leider sind 18 Monate aber auch schnell vergangen und wirken für mich noch zu ehrgeizig/ambitioniert. Im Grunde haben wir von 15 Stunden gerade einmal ca. 2-3 Stunden Content. Das Spiel bedarf an einigen Stellen noch deutliche Überarbeitungen. Die Welt wirkt noch leer und teilweise emotionslos. Wie die finale Vision der Entwickler aussieht, weiß ich nicht, aber ich bleibe zunächst optimistisch. Ob es ein guter Deal ist so früh einzusteigen? Wir werden es wohl am Ende erfahren. Wir vertrauen auf das Versprechen der Entwickler.
Ich drücke ihnen die Daumen und wünsche eine schöne Early Access – Phase.
PS: Ich werde bei größeren Patches meine Review erweitern, sodass ihr mitlesen und sehen könnt, in welchem Stadium sich das Spiel befindet.
Abschließend kann ich allen Gothic I: Remake Fans unseren Guide empfehlen, um erste Fehler zu vermeiden.