Für dieses Review auf CritViews habe ich mir den Early-Access-Titel Mad King Redemption genau angesehen. Das dreiköpfige Indie-Entwicklerteam liefert hier einen spirituellen Nachfolger des Arcade-Klassikers Golden Axe. Der Mix aus klassischem 2.5D Beat ‚em up und modernen Roguelite-Elementen zeigt enormes Potenzial, kämpft derzeit für meinen Geschmack aber noch mit einigen fragwürdigen Designentscheidungen. Der Mad King Redemption Test-Bericht zeigt dir folgendes:
Ein Rezensionsexemplar wurde uns bereitgestellt. Unsere unabhängige Meinung bleibt davon komplett unberührt!
Inhaltsverzeichnis
Spiel-Übersicht
| Kriterium | Details |
| Genre | 2.5D Side-Scroller Beat ‚em up / Roguelite |
| Grafikstil | HD-2D (2D-Pixel-Sprites in atmosphärischen 3D-Umgebungen) |
| Spielbare Charaktere | 4 Klassen (Schwertkämpfer, Wrestler, Assassine, Magierin) |
| Umfang (aktuell) | Einzigartige Runs, Hub-Ausbau, lokaler Koop |
| Plattform-Performance | Läuft fehlerfrei und flüssig auf dem Steam Deck |
Meine Highlights: Wuchtiges Gameplay und Arcade-Atmosphäre
Atemberaubende HD-2D-Ästhetik & grandioses Lighting
Das visuelle Design ist für mich das absolute Highlight des Spiels. Die Kulissen sind in mehrere Ebenen unterteilt (Vordergrund, Charakterebene, Mittel- und Hintergrund), was eine fantastische Tiefenwirkung erzeugt. Die Farben leuchten intensiv, fast wie bei HDR-Effekten, und das dynamische Zusammenspiel aus Licht und Schatten macht die Dungeons unglaublich atmosphärisch.
Befriedigendes Kampfsystem & interaktive Umgebungen
Das eigentliche Treffer-Feedback fühlt sich extrem wuchtig und befriedigend an. Es macht enormen Spaß, das Schlachtfeld zu meinem Vorteil zu nutzen: Ich kann Feinde gezielt in Abgründe stoßen oder mich auf kleine Dino-Reittiere schwingen, um ganze Gegnergruppen auf einmal zu überrennen.

Risiko und Belohnung: Die „Verbotenen Fähigkeiten“
Ein genialer Kniff im Gameplay ist das Korruptions-System. Der namensgebende „Mad King“ bietet mir auf meinen Runs immer wieder verbotene Fähigkeiten an (etwa gigantische Dornenranken oder Klingen). Diese richten verheerenden Flächenschaden an, füllen aber eine Korruptionsleiste. Ist diese voll, verliere ich einen massiven Teil meiner Lebensenergie. Dieses Risiko-Belohnungs-Prinzip bringt eine hervorragende taktische Tiefe in die Kämpfe.

Motivierende Meta-Progression & abwechslungsreiches Leveldesign
Typisch für Roguelites gilt hier das Prinzip: Aller Anfang ist schwer. Nach meinen ersten Bildschirmtoden habe ich mein gesammeltes Gold im Hub in permanente Upgrades investiert (mehr Leben, passive Regeneration, Rüstungsbrecher). Zusätzlich ist die Levelabfolge nach jedem Neustart zufällig generiert. Das hält die Runs frisch und belohnt mich immer wieder, wenn ich die Maps nach versteckten Räumen und zerstörbaren Objekten absuche.
Perfekt für kurze Runden (und das Steam Deck)
Da ein einzelner Run relativ knackig gehalten ist, eignet sich das Spiel perfekt für kurze Sessions von etwa 30 Minuten. In Kombination mit der tadellosen Performance auf dem Steam Deck passt das hervorragend in meinen Gaming-Alltag.
Klassen-Vielfalt & starker Retro-Sound
Die vier Startklassen spielen sich angenehm differenziert und heben sich auch optisch sofort voneinander ab. Besonders die Sorcerer-Klasse sticht für mich aktuell heraus, da sie sich als einzige Klasse selbst heilen und KI-Begleiter beschwören kann. Begleitet wird das Geschehen von einem großartigen Soundtrack und passenden Soundeffekten, die die alte 16-Bit-Arcade-Ära perfekt einfangen.

Meine Kritikpunkte: Wo der Early Access noch schwächelt
Das Ausdauer-Problem
Die für mich fragwürdigste Mechanik ist das Stamina-System. In einem actiongeladenen Beat ‚em up, das auf Combos und Crowd Control setzt, wirkt eine Ausdauerleiste deplatziert. Wenn ich zu aggressiv angreife, ist mein Charakter nach wenigen Schlägen erschöpft und steht betäubt in der Gegnerhorde. Das System bremst den Spielfluss spürbar aus und zwingt mich zu einer passiveren Spielweise, die nicht zum Genre passt.
Unfaire Gegner-Animationen & fehlende Telegraphen
Einige Feinde, besonders die Schild-Skelette, besitzen Angriffe ohne jegliche Start-Frames. Sie blocken meinen Schaden und kontern in derselben Sekunde, in der ich meinen Angriff ansetze. Auch Fernkämpfer werfen ihre Projektile oft schon, bevor die eigentliche Wurf-Animation abgespielt wird. Das macht gezieltes Parieren für mich extrem schwer und führt zu unfairen, unvermeidbaren Schadensmomenten.
Update
Diese beiden Probleme wurde bereits im „Early Access Patch 1“ verbessert!
Tödliche Jump-and-Run-Einlagen
Neben Gegnerhorden setzt das Spiel auf Platforming und Level-Gefahren wie rasant ansteigendes Giftwasser. Das Problem: Ein Sturz in den Abgrund zieht mir keine Lebenspunkte ab, sondern bedeutet das sofortige Run-Ende. In Kombination mit der teils trägen Steuerung und dem hohen Knockback der Gegner hat das bei mir für massiven Frust gesorgt.
Early-Access-Jank & Bugs
Bei der Technik merke ich dem Titel den Early-Access-Status noch deutlich an:
- Technische Limits: Mir fehlen freie Auflösungs- oder Fenstermodi im Menü. Zudem lässt sich das Steuerungslayout für die Tastatur nicht frei belegen (ich empfehle dringend ein Gamepad).
- Glitches: Ich bin immer wieder auf unsichtbare Wände gestoßen. Besonders in der Wüsten-Stage („Blackflow“) setzten zudem meine Fähigkeiten und Sprünge teils komplett aus.
Mein Fazit zum Mad King Redemption Test & Kauftipp
Mad King Redemption ist ein leidenschaftliches und optisch beeindruckendes Projekt eines sehr kleinen Entwicklerteams. Ich kann es Genrefans trotz der spielmechanischen Ecken und Kanten definitiv ans Herz legen. Das Fundament steht, der Preis ist mehr als fair und die Entwickler hören aktiv auf das Community-Feedback. Wenn das Treffer-Feedback noch weiter optimiert wird, die Instant-Deaths entschärft werden und das Stamina-System überdacht wird, erwartet uns hier ein absoluter Beat-‚em-up-Hit.
Wir behalten die Entwicklung genau im Auge und liefern eine finale Wertung nach, sobald der Titel den Early Access verlässt. Bis dahin bleibt Mad King Redemption ein überaus vielversprechendes Projekt mit starkem Potenzial.
Mein Einsteiger-Tipp
Investiert euer Gold im Hub sofort in die Regeneration und den Schildbrecher-Perk, um den Frustfaktor der Schild-Skelette von Beginn an zu minimieren. Vermeidet es, Gold für Verbrauchsgüter zu verschwenden.
Hier kommst du zu unseren letzten Reviews:
- Mad King Redemption Test im Early-Access: Lohnt sich der Roguelite Side-Scroller?
- Fatekeeper: Early Access Review / Test – Erster Eindruck
- Labyrinth RPG: Early Access Review/Test – Ein kreatives Konzept mit Ecken und Kanten
- Master Healer Kale with useless party: Review/Test – Lohnt sich der Heiler-Simulator?
- Early Access Review: Rogue Runner




