Yet Another Zombie Survivors Test: So gut ist Version 1.0 wirklich

Unser Yet Another Zombie Survivors Review fällt klar aus: Version 1.0 ist eines der besten Survivors-likes des Jahres und bekommt von uns 9 von 10 Punkten. Der Grund ist der Trupp aus drei Helden, der jeden Run zu einer Build-Frage macht. Schwächen gibt es trotzdem, vor allem beim Loot und bei den Mini-Bossen.

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Der Trupp aus drei Helden trägt das ganze Spiel

In Yet Another Zombie Survivors 1.0 startest du jeden Run mit einem einzelnen Teamleiter. Über SOS-Signale auf der Karte holst du dir bis zu zwei weitere Überlebende dazu, die ab da als Gruppe mit dir mitlaufen. Jeder behält dabei seine eigenen Waffen und Fähigkeiten.

Genau daraus entstehen die Synergien, und das ist der wichtigste Unterschied zum Rest des Genres: Sie hängen an den Charakteren, nicht an den Gegenständen. Mit Version 1.0 hat jeder Überlebende vier charakterübergreifende Synergien bekommen, drei davon an Fähigkeiten gekoppelt, eine unabhängig davon.

Der zweite große Vorteil zeigt sich nach dem Run. Alle Mitglieder, die im Trupp waren, sammeln parallel Erfahrung und Skillpunkte. Du musst also keinen Charakter separat hochspielen, und ein SOS-Signal bringt dir damit immer Fortschritt für die nächsten Runs.

Drei Teamleiter stehen von Anfang an bereit, weitere schaltest du durchs Spielen frei. Die Anforderungen sind meist Level-, Boss- oder Sammelziele, nichts davon verlangt wochenlanges Grinden. Die neunte Überlebende, die Ranger mit Armbrust und Tierbegleitern, kommt erst mit Survival-Level 175 dazu.

TeamleiterSchadensartenRolle im Trupp
SWATkinetisch, explosivschnelle, abprallende Projektile
Panzerkinetisch, explosivspät im Spiel stark, Defensive über Offensive
IngenieurelektrischMassenkontrolle, starke Fähigkeiten, Semi-Unterstützer

Das Lager, die Skilltrees und die Missionen

Vom Hauptmenü landest du im Lager, das aus vier Bereichen besteht. Im Briefing-Raum nimmst du Missionen an, hörst Radio und öffnest das Missions-Logbuch. Am Trainingsplatz verteilst du allgemeine und charakterspezifische Skillpunkte, in der Kantine plauderst du mit dem Team und prüfst deine Erfolge, das Archiv dient als Nachschlagewerk samt Bestenliste.

Das Logbuch ist die unterschätzte Funktion davon. Missionen, die du nicht geschafft hast, startest du dort direkt neu, statt auf den nächsten Zufall zu warten. Insgesamt stecken 15 Hauptmissionen, 45 Charaktermissionen und 19 wiederholbare Aufträge im Spiel, und jede abgeschlossene Mission erhöht dauerhaft deine Ausbeute an Cash und Spezialisierungspunkten.

An den Skilltrees ist vor allem eines stark: Du kannst Punkte per Rechtsklick jederzeit wieder herausnehmen und neu verteilen. Ausprobieren kostet dich also nichts außer Zeit. Im Yet Another Zombie Survivors Test haben wir dadurch deutlich mehr Builds durchgespielt, als wir es sonst tun.

Yet Another Zombie Survivors 1.0 legt zusätzlich einen fünften Rang auf jeden Charakterbaum, mit zwei neuen Synergie-Knoten, zwei passiven Verbesserungen und einem Knoten, der dem ganzen Team nützt, solange der Charakter dabei ist. Im zweiten Baum wird es richtig interessant, weil du Fähigkeiten dort in zwei Richtungen spezialisieren kannst. Der Stromschlag des Ingenieurs kommt dann im Run wahlweise mit Verbrennung oder mit Vergiftung.

Im Run: Waffen, Gegenstände und der Gegenstandsbann

Ein Standard-Run dauert 20 Minuten. Oben siehst du Lebens- und Erfahrungsleiste samt Zeit, links die Fähigkeiten mit ihren Abklingzeiten, unten rechts die Karte, auf der Events sofort sichtbar sind. Wer das Genre kennt, ist in zwei Minuten drin.

Ein Detail, das viele übersehen: Level-Ups und Events kannst du überspringen und bekommst dafür Leben und Geld. Wenn du kurz vor dem Tod stehst, ist das oft die bessere Entscheidung als das nächste Upgrade.

In unserem Yet Another Zombie Survivors Test war der Gegenstandspool der größte Streitpunkt. Du kannst sechs Gegenstände tragen, später mehr, und es gibt so viele davon, dass der optimale Build schwer zusammenzubekommen ist.

Die Gegenmaßnahme steckt im Menü: Ab Rang 4 im allgemeinen Baum bannst du bis zu 20 Prozent des Pools und legst dafür fünf Voreinstellungen an. Nutze das zusammen mit dem Rerollen, sonst arbeitest du gegen den Zufall statt gegen die Zombies.

Beim Balancing fällt auf, dass sich Waffen-Upgrades früh deutlich stärker anfühlen als Fähigkeiten. Mit dem Release wurde nachjustiert, nachzulesen in den Patch Notes zum 1.0-Update: Kritische Treffer werden bei Salven und Mehrfachprojektilen nur noch einmal für die ganze Gruppe ausgewürfelt, Durchschlag kostet bei den meisten Waffen keinen Schaden mehr, und Bosse haben ein Viertel mehr Grundleben.

Gewöhnungsbedürftig bleibt die Trefferzone. Sie sitzt als Kreis unter dem Charakter, nicht auf dem Modell selbst. Bis das im Kopf ist, wunderst du dich regelmäßig, warum dich eine Giftlache erwischt, obwohl niemand deine Figur berührt hat.

Arenen, Modi und Schwierigkeit

Fünf Arenen stehen zur Wahl, los geht es in der Isolierten Stadt, und wer eine Karte überlebt, schaltet die nächste frei. Die Maps sind nicht besonders kreativ, dafür kennst du sie schnell auswendig, und du bist nie länger als etwa eine Minute von einer liegen gelassenen Truhe, einem SOS-Signal oder einem Powerup entfernt.

Das Bio Lab, neu in Yet Another Zombie Survivors 1.0, bricht mit dieser Routine. Die Arena ist rund, die Ränder sind mit giftigen Dämpfen gefüllt, und die Dekontamination verkleinert den sicheren Bereich regelmäßig. Am Rand stehen und abwarten funktioniert dort nicht mehr.

Dazu kommen sieben Modi, fünf reguläre und zwei optionale Bonus-Modi: Standard, Hardcore, Endurance, Infinite, Extermination, One Hit und der neue Boss Rush. Letzterer dreht die Zeitlogik um, weil ab Minute 10 der Endboss erscheint und deine Zeit in die Bestenliste der jeweiligen Arena und Schwierigkeit wandert. Freigeschaltet wird er über den Hardcore-Modus der Karte, Infinite verlangt seit 1.0 dagegen 30 Minuten im Endurance-Modus.

Die Schwierigkeitsskalierung hat im Yet Another Zombie Survivors Test gepasst, weil sie fordernd bleibt, ohne unfair zu werden. Zwei Dinge stören trotzdem. Mini-Bosse lassen außer zusätzlicher Erfahrung nichts fallen, und einen echten Endboss bekommst du nur in bestimmten Modi zu sehen. Auch die militärischen Upgrades kommen erst spät, fühlen sich für diese Position im Fortschritt aber zu schwach an.

Umfang, Technik und was fehlt

Für unser Yet Another Zombie Survivors Review haben wir vor allem geprüft, ob Yet Another Zombie Survivors 1.0 den Umfang liefert, der drei Jahre Early Access rechtfertigt. Tut es. Auf Steam stehen 229 Erfolge, 88 davon kamen mit dem Release dazu, 64 allein in der neuen Story-Kategorie. Dazu gibt es 21 neue Gegenstände, über 1.000 Zeilen Dialog, fünf Hauptbosse, zwei Standardbosse und drei neue Standardgegner.

Wer nach dem Platin noch Futter braucht, findet 28 Torments. Die sind bewusst brutal, hängen aber nicht am Erfolgssystem, du brauchst sie für 100 Prozent also nicht.

Technisch läuft die Fassung sauber, das Studio hat Ladezeiten und Bildrate vor dem Release noch einmal überarbeitet. Deutsch ist vollständig dabei, inklusive Sprachausgabe und Untertiteln, und auf dem Steam Deck ist der Titel als Verified eingestuft.

Ein Yet Another Zombie Survivors Multiplayer existiert dagegen nicht. Das Spiel ist reiner Einzelspieler, und das ist die auffälligste Lücke, wenn ein Titel sein gesamtes Design um ein Dreierteam baut. Yet Another Zombie Survivors lohnt sich dabei schon zum Vollpreis von 14,79 Euro: Der Basispreis ist mit dem Release nicht gestiegen, und bis zum 3. September drückt ein Rabatt von 35 Prozent den Preis auf 9,61 Euro.

Yet Another Zombie Survivors Review: Wertung und für wen es sich lohnt

Unser Yet Another Zombie Survivors Review endet bei 9 von 10 Punkten. Der Trupp aus drei Charakteren, das faire Freischaltsystem und die frei zurücksetzbaren Skilltrees machen aus einem Genre-Vertreter mit Allerweltsnamen einen der stärksten Vertreter seiner Art.

Dafür: Synergien über Charaktere statt Items, paralleles Leveln des ganzen Trupps, erreichbare Freischaltbedingungen, sieben Modi mit echtem Unterschied, sauberer technischer Zustand.

Dagegen: überfüllter Gegenstandspool, Mini-Bosse ohne Belohnung, spät freigeschaltete Militär-Upgrades ohne Wumms, gewöhnungsbedürftige Trefferzone, kein Yet Another Zombie Survivors Multiplayer.

Yet Another Zombie Survivors lohnt sich für alle, die Survivors-likes mögen und Lust auf Build-Bastelei mit drei Charakteren gleichzeitig haben. Als Einstieg ins Genre taugt es ebenfalls, weil dich Auto-Zielen und Auto-Feuer nicht überfordern. Wer dagegen Koop erwartet oder eine komplette Neuerfindung des Genres sucht, ist hier falsch.

Wenn dir das Prinzip gefällt, schau dir auch unser Review zu Particulitix an, das ebenfalls in der Vampire-Survivors-Ecke spielt. Wie ein anderes Roguelite den Sprung aus dem Early Access schafft, liest du in unserem Test zu Mad King Redemption, und wer lieber am Inventar tüftelt, findet im Lootbound Review den passenden Gegenentwurf.

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Den offiziellen Trailer zum Launch gibt es hier:

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Good
  • Synergien über Charaktere
  • paralleles Leveln des ganzen Trupps
  • erreichbare Freischaltbedingungen
  • sieben Modi mit echtem Unterschied
  • sauberer technischer Zustand
Bad
  • überfüllter Gegenstandspool
  • Mini-Bosse ohne Belohnung
  • gewöhnungsbedürftige Trefferzone
  • kein Yet Another Zombie Survivors Multiplayer
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