Das US Patentamt (USPTO) hat Nintendos Patent auf die Spielmechanik zum Beschwören von Charakteren widerrufen. Das Patent wurde dem Unternehmen letztes Jahr im September erteilt und betrifft das bekannte System, einen Verbündeten in Form eines Monsters o.Ä. herbeizurufen, welches dann im Namen des Spielers entweder automatisch oder gesteuert kämpft. Die Mechanik ist beispielsweise und wahrscheinlich auch für sehr viele bekannt aus der Pokémon-Serie.
Bereits zwei Monate nachdem das Patent erteilt wurde, leitete der Leiter des Amtes, John Squires, eine Nachprüfung ein. Das ist somit das erste mal seit 2012, dass eine solche Entscheidung persönlich vom Leiter der Behörde getroffen wurde, ohne eine offizielle Beschwerde eines anderen Unternehmens. Der Grund dafür waren Zweifel an der Neuartigkeit der Entwicklung angesichts bereits bestehender Patente.
Im Zuge der Nachprüfung wurden außerdem auch frührere Patente berücksichtigt, darunter das Yabe-Patent aus 2002 von Konami, Nintendo selbst (Taura und Motokura Patente aus 2020 und 2022 respektiv) sowie Bandai Namco (Shimomoto-Patent von 2020). Das Amt kam nach der Untersuchung zum Schluss, dass die Kombination dieser Lösungen alle im 2025-Patent beanspruchten Elemente entkräftet.
Infolgedessen wies das Amt alle 26 Punkte zurück, was es somit als ungültig erklärt. Diese Entscheidung ist allerdings noch nicht endgültig: Nintendo hat jetzt zwei Monate Zeit, um auf die Entscheidung zu reagieren sowie die Option, eine Fristverlängerung zu beantragen oder Berufung einzulegen.
Das ganze ist natürlich auch gut für uns Gamer, denn: Viele beliebte IPs haben irgend eine Summon Mechanic. Die Dark Souls Reihe und Elden Ring in gewisser Maßen, Persona, Digimon. Alles Spielereihen, die große Fanbases haben, die natürlich zur damaligen Erteilung des Patents zurecht unzufrieden waren.