Beast of Reincarnation: Alles was du wissen musst zum Action-RPG der Pokémon-Macher

Beast of Reincarnation ist der Titel, mit dem Game Freak zum ersten Mal seit Jahren komplett aus dem Pokémon-Schatten tritt: ein düsteres Action-RPG im postapokalyptischen Japan, 30 bis 40 Stunden lang, mit Schwertkampf, Parier-Mechanik und einem Hund als Kommando-Partner. Hier sind alle bestätigten Fakten vor dem Launch. Und lass gerne ein Abo auf YouTube da!

Release, Plattformen und Preis

Der offizielle Release-Termin ist der 4. August 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Auf Steam greift ein globaler Freischaltzeitpunkt, weshalb der Titel in Europa faktisch schon am Abend des 3. August startbereit ist. Wer Xbox Game Pass Ultimate hat, spielt am Day One ohne Zusatzkosten mit, auf Konsole und PC (Play Anywhere, Handheld-optimiert).

Es gibt nur zwei Editionen, keine unübersichtliche Preistreppe:

  • Standard Edition: 54,99 Euro. Enthalten ist das Hauptspiel.
  • Deluxe Edition: 64,99 Euro. Zusätzlich dabei: schwarzer und brauner Shiba-Skin für Koo, „Oni’s Hat“ für Emma, Emmas Schwert „Big Dipper“, 100.000 Amber (In-Game-Währung) und eine Reihe von Gemüsesetzlingen. Der braune Shiba-Skin für Koo und 30.000 Amber sind kein Editionsinhalt, sondern der Vorbestellerbonus, den es zu beiden Editionen gibt.

Physische Fassungen sind für PS5 und Xbox Series X|S bestätigt, PC bleibt digital. Eine Collector’s Edition ist bislang nicht angekündigt.

Story und Setting: Japan im Jahr 4026

Beast of Reincarnation spielt 2000 Jahre in der Zukunft, im Jahr 4026, in einem überwucherten Japan. Eine parasitäre Korruption namens Verderben (Blight) befällt Pflanzen und Tiere und verwandelt sie in Malefacts. Die Reste der Menschheit haben sich in isolierte Bergkolonien zurückgezogen, gebaut auf den Ruinen der alten Zivilisation.

Du spielst Emma, eine Versieglerin (Sealer), die selbst vom Verderben gezeichnet ist. Ihr Job: Malefacts jagen und deren Verderben im eigenen Körper versiegeln. Zu Beginn hat sie weder Erinnerungen noch Gefühle und gilt in den Kolonien eher als nützliches Werkzeug denn als Mensch. An ihrer Seite läuft Koo, ein vom Verderben befallener Hund, der streng genommen selbst ein Malefact ist und damit vernichtet werden müsste.

Gemeinsam ziehen die beiden gen Westen, um die titelgebende Bestie der Reinkarnation zu stellen, die Quelle des Verderbens. Unterwegs müssen sie die Macht riesiger Bosse namens Nushi absorbieren, die die verdorbenen Wälder überhaupt erst erzeugen. Die offizielle Beschreibung verspricht eine brutale Erzählung, in der jeder Charakter eine gefährliche Wahrheit verbirgt.

Kampfsystem: Sekiro-Parieren trifft Kommandomenü

Das Kampfsystem ist der interessanteste Teil und eine echte Mischform. Emma kämpft in Echtzeit mit dem Schwert, weicht aus, pariert und hat mit einer Armbrust auch Fernkampf-Optionen. Über ihre Verderben-Kräfte formt sie zusätzlich Ranken und ihre infizierten Haare zu Waffen und Kletterhilfen.

Der Kern: Erfolgreiche Paraden erzeugen Punkte. Die gibst du in einer Zeitlupenphase für Kommandos an Koo aus, der dann Attacken, Buffs oder Debuffs auslöst. Das erinnert bewusst an die taktischen Befehle aus Final Fantasy 7 Remake, während sich die Action-Ebene bei Sekiro, NieR: Automata, Stellar Blade und Ghost of Yotei bedient. Wichtig für Soulslike-Skeptiker: Erste Previews beschreiben das Parier-Fenster als deutlich gnädiger als in Sekiro oder Nioh. Zum Launch gibt es außerdem Schwierigkeitsgrade inklusive Story-Modus, laut Game Freak soll der Titel auch für Leute funktionieren, die keine Action-Profis sind.

Beim Fortschritt entscheidest du über einen Skilltree, ob du Emmas Nahkampf, Koos Support-Fähigkeiten oder eine Balance aus beidem hochziehst. Ausrüstung und Geistersteine erlauben zusätzliche Feinjustierung, auch Stealth-Angriffe und das Anhetzen von Koo als Kampferöffnung sind möglich.

Kein Open World, aber große Regionen mit Einwegtüren

Beast of Reincarnation ist ausdrücklich keine Open World. Stattdessen besteht das Spiel aus mehreren weitläufigen Regionen, die Director Kota Furushima als Mittelweg zwischen linear und offen beschreibt: Stages, die deutlich größer sind als etwa in einem Devil May Cry, mit viel Raum zum Erkunden. Sein Vergleich ist der eines Roadmovies mit Anfang, Mitte und Ende.

Zwei Punkte, die du kennen solltest, bevor du losrennst: Der Story-Fortschritt kann bereits besuchte Orte dauerhaft verschließen. Und klassische Nebenquest-Listen gibt es nicht, optionale Pfade belohnen dich stattdessen mit Ausrüstung und Crafting-Materialien. Wer alles sehen will, sollte also gründlich erkunden, bevor er den nächsten Story-Trigger auslöst.

Spielzeit: 30 bis 40 Stunden

Publisher Fictions nennt in IGNs finaler Preview 30 bis 40 Stunden für einen ernsthaften Komplettdurchgang. Das ist eine Schätzung ohne Reviews als Gegencheck und berücksichtigt keine individuellen Spielstile, nach oben ist also Luft.

Technik, Sprecher und ein Spiel ohne Dialoge

Der Titel läuft auf der Unreal Engine 5 und setzt auf cinematische Präsentation, was optisch nichts mit Pokémon Karmesin und Purpur zu tun hat. Game Freak selbst ist für ein Projekt dieser Größe klein, deshalb arbeitet das Studio mit zahlreichen externen Partnerstudios und übernimmt vor allem Direction und Projektmanagement. Die offiziellen PC-Systemanforderungen stehen inzwischen auf Steam: mindestens 16 GB RAM und eine GTX 1070, dazu 45 GB auf einer SSD. Alle Details stehen in unserem Guide zu den Systemanforderungen. Bei der Sprache gilt: Interface und Untertitel gibt es auf Deutsch, eine deutsche Sprachausgabe existiert nicht. Vollvertont ist das Spiel nur auf Englisch und Japanisch.

Prominent besetzt ist der Cast: Emma wird von Yui Ishikawa gesprochen, der japanischen Stimme von 2B aus NieR: Automata. Mit dabei ist außerdem Akio Otsuka, bekannt als Solid Snake im ersten Metal Gear Solid.

Spannend ist eine bewusste Design-Entscheidung: Emma und Koo reden nicht miteinander. Furushima erklärt im Interview mit DenFamiNicoGamer, dass genau das der Punkt sei. Wenn nicht gesprochen wird, übernehme die Vorstellungskraft, und die Bindung entstehe über das Gameplay statt über Dialoge. Genau darin sieht er die Erfahrung, die Game Freak aus jahrzehntelanger Pokémon-Entwicklung mitbringt.

Entwicklung: aus einem internen Ideenwettbewerb

Das Projekt startete rund um 2020 im internen „Gear Project“, einem Programm, bei dem Game Freak-Mitarbeiter eigene Spielideen einreichen. Furushima wollte damit die Gefühle von Einsamkeit, Isolation und Wärme einfangen. Insgesamt steckt das Studio rund fünf bis sechs Jahre Entwicklungszeit in den Titel. Angekündigt wurde die Zusammenarbeit mit Private Division, heute Fictions, bereits im Mai 2023, damals noch unter dem Arbeitstitel Project Bloom.

Fazit

Beast of Reincarnation ist Game Freaks ambitioniertester Nicht-Pokémon-Titel: 30 bis 40 Stunden, ein Hybrid aus Echtzeit-Action und Kommando-Taktik, ein Setting mit klarer eigener Identität und ein Preis unter dem aktuellen AAA-Standard. Die offene Frage bleibt die technische Umsetzung, denn Game Freaks Track Record bei Performance ist bekanntlich durchwachsen. Antworten gibt es ab dem 4. August.

Combat Trailer zu Beast of Reincarnation

FAQ zu Beast of Reincarnation

Wann erscheint Beast of Reincarnation?
Offiziell am 4. August 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC. Auf Steam ist der Titel wegen des globalen Freischaltzeitpunkts in Europa bereits am 3. August spielbar.

Wie lange dauert Beast of Reincarnation?
Publisher Fictions schätzt 30 bis 40 Stunden für einen vollständigen Durchgang. Der Wert stammt aus Previews und ist noch nicht durch Reviews bestätigt.

Ist Beast of Reincarnation im Xbox Game Pass?
Ja, in Game Pass Ultimate und im PC Game Pass, inklusive Play Anywhere. Essential und Premium enthalten das Spiel zum Launch nicht. Was sich mehr lohnt, rechnen wir im Vergleich Game Pass oder kaufen durch.

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