Transparenzhinweis: Wir bedanken uns beim Entwickler Evrac Studio für den bereitgestellten Vorab-Key!
In Master Healer Kale with useless party übernimmst du die undankbarste Aufgabe in jedem Rollenspiel: Du bist der Heiler einer völlig inkompetenten Gruppe. Der indonesische Solo-Entwickler Evrac Studio liefert einen kurzen, humorvollen Auto-Battler. Wir klären, für wen sich der Titel lohnt und wo die Mechaniken etwas schwächeln.
Inhaltsverzeichnis
Master Healer Kale with useless party – Auf einen Blick:
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Entwickler/Publisher | Evrac Studio |
| Release-Datum | 3. Juli 2026 |
| Genre | Auto-Battler, RPG, Heiler-Simulation |
| Spielzeit | ca. 4 Stunden |
| Plattformen | PC (Windows), macOS, Steam Deck |
| Preis | 4,99 € (Launch-Rabatt: 3,99 €) |
Gameplay: Ein extrem kreatives Konzept mit Stressfaktor
Das Alleinstellungsmerkmal des Spiels ist das extrem kreative und humorvolle Konzept. Während du als Heiler Kale versuchst, die Gruppe am Leben zu halten, sabotiert dich dein Team aktiv:
- Der Tank schläft im Kampf ein und muss manuell bewegt werden.
- Die Magierin starrt auf ihr Smartphone und zaubert unzuverlässig.
- Der Bogenschütze verfehlt ständig seine Ziele.
Du steuerst nicht den Angriff. Deine Aufgabe ist das reine Ressourcenmanagement. Du überwachst in 16 verschiedenen Dungeons drei Lebensbalken, teilst dir dein Mana ein und nutzt 18 verschiedene Zauber. Das fängt das stressige Gefühl von klassischen MMORPG-Raids perfekt ein.
Dabei macht es wirklich Spaß nachzudenken was man als nächstes skillen soll. Oft weiß man das auch erst, nachdem man einen den neuen Dungeon einmal bekämpft hat, weil viele einfach etwas anders funktionieren als der davor. Es ist wichtig seine Strategie vorher anzupassen.


Fortschritt und Skillbaum: Motivierend bis ins Late Game
Der RPG-Aspekt motiviert durch einen großen Talentbaum mit über 200 Upgrades. Das Spiel nutzt drei Währungen:
- Gold: Fällt von Standardgegnern. Verbessert deine eigene Heilung und dein Zaubertempo.
- Skill Points (SP): Bekommst du durch Level-Ups der Gruppe. Erhöht die Lebenspunkte und den Schaden deiner Partner.
- Rubine: Boss-Belohnungen. Schalten wichtige neue Fähigkeiten frei.
Vor allem im Late Game wird das System sehr interessant. Man merkt die Progression bis hierhin absolut und spürt, wie stark die Gruppe geworden ist.
Ein Kritikpunkt am Skillbaum: Es wäre super zu wissen, wie der Baum weitergeht, bevor man Skills auswählt, damit man die Entwicklung ungefähr planen kann. Positiv ist jedoch das faire Respec-System: Du kannst alle investierten Punkte jederzeit zu 100 % zurücksetzen. Das ist extrem nützlich, wenn spätere Bosse einen Wechsel von defensiver Heilung auf maximalen Gruppenschaden erfordern.

Stärken und Schwächen im Detail
Obwohl das Grundgerüst Spaß macht, offenbaren sich nach einigen Stunden klare mechanische Reibungspunkte.
Das hat uns gefallen:
- Erfrischende Idee: Das Konzept bringt wirklich etwas Neues in das Genre. Es ist kreativ und lustig.
- Gutes Ressourcenmanagement: Das Gameplay ist gut abgestimmt. Es macht Spaß seine Ressourcen intelligent verteilen zu müssen.
- Vielfältige Gegner: Die Dungeons haben oft verschiedene Gegner und Designs, was zeigt, dass der Entwickler einiges an Arbeit reingesteckt hat.
- Faires Respec-System: Lädt jederzeit zum Experimentieren ein.
- Hohe Zugänglichkeit: Steuerbar per Maus, Tastatur oder Touchscreen. Keine Quick-Time-Events.
Das ist uns etwas negativ aufgefallen:
- Zähe Kämpfe und fehlende Beschleunigung: Manchmal sind die Fights sehr zäh und langsam. Die Spielgeschwindigkeit ist fest vorgegeben. Aus Entwicklersicht ist das völlig verständlich. Könnte man das Spieltempo erhöhen, käme man mit dem Heilen nicht mehr hinterher. Dennoch fehlt für das wiederholte Spielen alter Level zum Ressourcen-Sammeln (Grinden) dringend eine automatische Vorspul-Funktion.
- Mana-Sackgasse: Es gibt anfangs kaum passive Mana-Regeneration. Wenn das Mana leer ist, kannst du Zauber nicht abbrechen und musst tatenlos zusehen, wie deine Gruppe stirbt.
- Wirtschaftliche Disbalance: Du sammelst extrem schnell Gold (teilweise über 20.000), aber deutlich zu wenige Skill Points (SP). Das Upgraden der Gruppe für das Endgame erfordert dadurch einen langwierigen SP-Grind.
Technik und Steam Deck Performance
Die technische Umsetzung ist simpel, aber extrem ressourcenschonend. Das Spiel läuft auf nahezu jedem Rechner (ab 4 GB RAM und älteren Dual-Core-Prozessoren).
Besonders stark ist die Steam Deck Performance. Der Titel läuft nativ unter Proton 11.0. Egal ob auf dem LCD- oder OLED-Modell, du bekommst konstante 50 bis 60 FPS bei sehr geringem Akkuverbrauch. Für Handheld-Spieler ist der Titel perfekt optimiert.
Unser Fazit
Wir hoffen sehr, dass dieses Game ein absoluter Hit wird, weil es etwas Neues und Erfrischendes ist. Master Healer Kale with useless party ist ein schöner, kleiner Auto-Battler, der das Leben eines Heilers perfekt und mit viel Humor parodiert.
Für knapp 5 Euro bekommst du ein tolles Game für einen Abend oder für zwischendurch. Die spürbare Progression im Late Game und das kreative Konzept überzeugen, auch wenn Balance-Probleme beim Währungs-Grind, zähe Kämpfe und der geringe Wiederspielwert das Gesamtbild etwas trüben. Wer Idle-RPGs mag, bekommt hier einen hervorragenden Snack, der besonders auf dem Steam Deck glänzt.




