Beast of Reincarnation Kampfsystem: 7 clevere Grundregeln für Einsteiger

Das Beast of Reincarnation Kampfsystem ist kein normales Soulslike-Gerüst. Game Freak mischt Echtzeit-Schwertkampf im Sekiro-Takt mit einem Befehlsmenü, das die Zeit verlangsamt, und knüpft beides an eine einzige Ressource: eure Paraden. Wer das nicht verstanden hat, prügelt sich durch die ersten Stunden deutlich mühsamer als nötig.

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Das Beast of Reincarnation Kampfsystem in Kürze

Ihr steuert Emma direkt: Katana, Ausweichen, Parieren, Bogen und Armbrust. Euer Hund Kuu (im englischen Original Koo) handelt in Echtzeit selbstständig, lässt sich aber über ein Befehlsmenü gezielt einsetzen. Sobald ihr dieses Menü öffnet, verlangsamt sich die Zeit und ihr wählt in Ruhe eine Fähigkeit und ein Ziel aus. Genau diese Mischung meint Game Freak, wenn vom Zusammenspiel aus Action und rundenbasierten Elementen die Rede ist.

Ihr jongliert dabei mit drei Leisten. Beim Gegner sind es zwei: Lebensenergie und eine Haltungsanzeige (Down Gauge). Bei euch kommt die Verstrickungsanzeige (Entanglement Gauge) am unteren Bildrand dazu, die Blocken, Klingenkünste und den Overdrive bezahlt. Kuus FP laufen separat.

Die 7 wichtigsten Regeln für einen sauberen Start

  1. Lernt die Parade, nicht die Rolle. Ohne Paraden kein FP, keine Verstrickung, keine Klingenkünste.
  2. Rot aufblitzende Angriffe sind tabu für Block und Parade. Da hilft nur Ausweichen.
  3. Spielt auf die Haltungsanzeige, nicht auf den Lebensbalken.
  4. Hebt euch den Entanglement Overdrive auf. Er verlangsamt nur die Zeit und frisst dabei eure komplette Anzeige.
  5. Prüft die Elementarschwäche links neben der Gegner-Lebensleiste, bevor ihr angreift.
  6. Kümmert euch um Kuu. Füttern und Streicheln erhöht die Bindung und damit seine Fähigkeits-Slots.
  7. Story-Modus ist keine Schande. Er vergrößert das Parade-Fenster, senkt den Gegnerschaden, und keine einzige Trophäe hängt am Schwierigkeitsgrad.

Parieren, Blocken und Ausweichen

Was eine Parade alles auslöst

Paraden sind die Währung des Spiels. Eine perfekt getimte Parade macht auf einen Schlag vier Dinge: Sie verhindert den Schaden komplett, gibt euch FP für Kuus Blütenkünste, füllt eure Verstrickungsanzeige und löst den Effekt eurer Klinge aus. Danach dürft ihr mit der Angriffstaste sofort einen Konter nachsetzen. Das ist essentiel für das Beast of Reincarnation Kampfsystem.

Pariert wird mit LB, L1 oder Q auf dem PC. Als Faustregel gilt: drückt, sobald ihr die angreifende Gliedmaße auf euch zuschwingen seht. Lieber zu früh als zu spät, denn eine verfrühte Eingabe wird immerhin noch als normaler Block gewertet. Das Fenster ist außerdem großzügiger als in vergleichbaren Spielen.

Fast alles im Spiel ist parierbar, auch die Angriffe haushoher Bosse. Genau das ist der zentrale Unterschied zu vielen Soulslikes.

Rote Angriffe: hier hilft nur Ausweichen

Die eine große Ausnahme: Leuchtet ein Gegner beim Ausholen rot auf, könnt ihr die Attacke weder blocken noch parieren. Weicht stattdessen kurz vor dem Einschlag aus (Kreis, B oder Strg). Trefft ihr das Timing, könnt ihr auch danach mit der Angriffstaste kontern, ihr bekommt allerdings nicht die FP und die Verstrickung einer echten Parade.

Blocken ist die Notlösung, nicht der Plan

Ein normaler Block zieht Verstrickung ab. Ist die Anzeige leer, fangt ihr den Angriff nicht mehr ab und kassiert vollen Schaden, egal wie fest ihr die Taste haltet. FP gibt es beim Blocken ebenfalls nicht. Gelegentlich statt einer Parade zu blocken ist verkraftbar, mehrmals hintereinander nicht.

Verstrickungsanzeige, Klingenkünste und Overdrive

Die Verstrickungsanzeige sitzt am unteren Bildschirmrand und ist in Segmente unterteilt. Nur das erste Segment füllt sich von allein wieder auf, alles darüber kommt ausschließlich über erfolgreiche Paraden zurück. Sie ist damit gleichzeitig euer Block-Puffer und euer Angriffsbudget.

Klingenkünste und Nushi-Fertigkeiten

Emma hat zwei Arten von Spezialangriffen. Klingenkünste (Blade Arts) und Nushi-Fertigkeiten sind im Kern beides Nahkampf-Kombos, die ihr über den Story-Fortschritt freischaltet. Der Unterschied: Nur die Klingenkünste lassen sich im Fertigkeitenbaum aufwerten, und diese Skillpunkte könnt ihr später zurücksetzen.

Beide kosten mit dem letzten Tastendruck der Kombo jeweils ein Segment eurer Verstrickungsanzeige. Die Kombo-Muster findet ihr im Ausrüstungsmenü unter dem Punkt für Emmas Fertigkeiten. Versucht nicht, gleich fünf Ketten auswendig zu lernen. Startet mit Shakuyaku und Climbing Higanbana, die nur eine beziehungsweise zwei Eingaben brauchen.

Klingenkünste liegen auf X oder Quadrat und funktionieren wahlweise als eigenständiger Angriff oder als Kombo-Abschluss.

Entanglement Overdrive sparsam einsetzen

Ist genug Verstrickung vorhanden, aktiviert ihr mit beiden Sticks gleichzeitig den Entanglement Overdrive. Wichtig und oft missverstanden: Der Overdrive löst keinen Spezialangriff aus, er verlangsamt lediglich für wenige Sekunden die Zeit und leert dabei eure Anzeige.

Zündet ihn deshalb nur mit einem konkreten Ziel, etwa um einen schwer lesbaren Angriff sauber auszuweichen, um euch Luft zum Heilen zu verschaffen oder um ein Fenster bei einem taumelnden Gegner in eine ganze Kombo zu verwandeln. Ansonsten sind die Punkte in Blocken und Klingenkünsten besser aufgehoben.

Kuu, FP und die Blütenkünste

FP steht für Florescence Points und ist die Ressource für Kuus Blütenkünste (Bloom Arts). Ihr füllt sie fast ausschließlich über perfekt getimte Paraden. Wer nur ausweicht, spielt sich also die halbe Werkzeugkiste selbst weg.

Das Menü öffnet ihr mit Dreieck, Y oder F. Die Zeit läuft dabei stark verlangsamt weiter, sie pausiert aber nicht komplett. Blütenkünste schießen, ziehen Gegner heran, halten Gruppen fest oder legen Blüten für Emma aus. Dieselbe Blütenkunst lässt sich nicht zweimal hintereinander einsetzen, eine Abklingzeit gibt es dafür nicht.

Das Quicktime-Event entscheidet

Jede Blütenkunst endet mit einer Tasteneingabe auf einem Ring. Trefft ihr den gelben Bereich, richtet Kuu maximalen Schaden an, verfehlt ihr ihn, kommt nur eine schwächere Version. Der Bonus dahinter wird oft übersehen: Ein sauberes Quicktime-Event heilt Emma ein Stück, und bei einer doppelten Eingabe bekommt ihr zusätzlich Verstrickung zurück. Sind eure FP randvoll, greift außerdem der volle Blüteneffekt mit deutlich mehr Schaden und Haltungsschaden.

Mods verändern die Blütenkünste

Jede Blütenkunst lässt sich mit Mods bestücken, die Zweiteffekte hinzufügen, etwa Heilung oder Zusatzschaden. Neue Mods schaltet ihr über das Fertigkeitenmenü am Lagerplatz oder in eurer Basis frei. Achtet dabei auf Synergie: Setzt ihr auf eine feuerbasierte Blütenkunst, passt ein Mod, der euch beim Treffer auf brennende Gegner Verstrickung zurückgibt.

Bindung erhöht Kuus Fähigkeiten

Kuu hat außerdem passive Fähigkeiten, und die Zahl der Steckplätze wächst mit eurer Bindung. Director Kota Furushima nannte vor Release einen Startwert von einem Slot, der sich auf bis zu sechs steigern lässt. Erhöht wird die Zuneigung durch Füttern und Streicheln. Klingt nach Beiwerk, ist aber messbare Kampfkraft.

Ansonsten müsst ihr Kuu nicht managen, er nutzt seine Standardfähigkeiten von allein. Wollt ihr ihn vor dem Kampf vorschicken, visiert ihr einen Gegner mit L2 oder LT an und drückt den rechten Stick.

Haltungsanzeige, Schwächen, Heilung und Stealth

Haltungsanzeige und Finisher

Unter der roten Lebensleiste jedes Gegners sitzt die gelbe Haltungsanzeige. Sie füllt sich mit jedem Treffer, jeder Parade und jedem Einsatz von Kuu. Ist sie voll, ist der Gegner für ein paar Sekunden betäubt und ihr setzt per Tastenaufforderung einen Finisher an, der ihn sofort ausschaltet.

Eine wichtige Einschränkung: Die stärksten Gegner inklusive der Nushi lassen sich nicht betäuben. Bei ihnen führt die volle Leiste zu einem Daze-Zustand. Ihr bekommt also keine Finisher-Aufforderung, habt aber trotzdem ein paar Sekunden freies Feuer. Für Bosskämpfe heißt das: Paraden sammeln, Fenster öffnen, Schaden reinbringen, wiederholen.

Elementarschwächen und Statuseffekte

Es gibt vier Elemente, die Schaden über Zeit anrichten: Gift, Säure, Feuer und Blitz. Dazu kommen nicht-elementare Typen, etwa Wuchtschaden zum Brechen von Schilden und Fesselschaden zur Bewegungskontrolle. Die Schwäche jedes Gegners steht neben seiner Lebensleiste, und im Blütenkunst-Menü markiert das Spiel passende Angriffe zusätzlich als effektiv.

Emmas Angriffe und ihre Klinge lassen sich ebenfalls elementar aufladen. Der Aufbau geht deutlich schneller, wenn Emma und Kuu auf dasselbe Element spielen. Es lohnt sich also, gezielt die Kombos zu lernen, die zu Kuus aktuellen Blütenkünsten passen.

Heilung, Hunger und Fernkampf

Im Kampf heilt ihr euch mit euren Heilitems (im Original Stimpacks), von denen ihr standardmäßig drei tragt. Dieses Limit hebt ihr an, indem ihr Schreine in der Spielwelt findet. Ein zweiter, leicht übersehener Heilweg: Öffnet zuerst Kuus Blütenkunst-Menü und drückt dann die Heiltaste, dann verbraucht ihr Notfallmedizin und kuriert gleichzeitig Statuseffekte.

Außerhalb des Kampfes regenerieren Emma und Kuu langsam Lebenspunkte, solange ihre Hungeranzeige nicht leer ist. Am Lagerfeuer füllt ihr Leben, Heilitems und Munition auf, holt euch damit aber sämtliche Gegner der Region zurück.

Beim Fernkampf habt ihr die Wahl zwischen Bogen und Armbrust und wechselt jederzeit zwischen beiden. Die Armbrust feuert schnell hintereinander und ist die Waffe fürs Getümmel, der Bogen braucht Anlauf und eignet sich für Ziele auf Distanz. Pfeile und Bolzen sind ein eigenes Upgrade-System mit unterschiedlichen Elementartypen, keine Notfalloption.

Stealth und Emmas Haar

Beast of Reincarnation ist kein Schleichspiel, belohnt Vorsicht aber deutlich. Volles Lauftempo zieht Aufmerksamkeit auf sich, mit sanftem Stick-Ausschlag geht Emma langsamer, und auf Knopfdruck duckt sie sich. Schwächere Gegner schaltet ihr so von hinten mit einem Schlag aus.

Der zweite Weg führt über Emmas Haar. Damit zieht ihr euch nach oben, erschafft Plattformen und Brücken und stürzt euch von dort auf ahnungslose Gegner. Selbst zähere Feinde verlieren durch einen solchen Sturzangriff einen erheblichen Teil ihrer Lebensenergie. In der Luft greift außerdem eine automatische Zeitlupe, ihr könnt also im Fallen noch ein paar Pfeile setzen. Und wer einen Kampf gar nicht führen will, klettert einfach aus der Reichweite der meisten Standardgegner.

Build und Ausrüstung in Kürze

Emma und Kuu haben getrennte Fähigkeitenbäume, dazu kommen Klingen mit unterschiedlichen Schadensarten, Talismane für Kuu und Geistersteine für passive Boni. Verskillt ist niemand: Ab Kapitel 2 erstattet euch Mikoto über den Kommunikator in eurer Basis sowohl Attributs- als auch Skillpunkte. Wie ihr daraus einen sinnvollen Build baut, steht ausführlich in unserem Tipps-Guide.

Zwei Dinge nehmen dem Ganzen den Druck: Der Tod kostet euch keine Ressourcen und keine Erfahrung, ihr startet einfach am letzten Lagerplatz. Und der Schwierigkeitsgrad lässt sich jederzeit anpassen. Wie fordernd das Spiel insgesamt ausfällt, ordnen wir im Guide zur Soulslike-Frage ein. Den Aufbau der Spielwelt erklärt unser Artikel zu Open World und Koop.

Das war unser Überblick zum Beast of Reincarnation Kampfsystem, viel Spaß beim Spielen!

FAQ zum Beast of Reincarnation Kampfsystem

Was sind FP im Beast of Reincarnation Kampfsystem?

FP steht für Florescence Points und ist die Ressource, die Kuus Blütenkünste antreibt. Ihr füllt sie fast ausschließlich über perfekt getimte Paraden. Blocken oder Ausweichen bringt keine FP.

Kann man jeden Angriff parieren? (Beast of Reincarnation Kampfsystem)

Nahezu jeden, selbst bei den größten Bossen. Die Ausnahme sind Angriffe, bei denen der Gegner beim Ausholen rot aufleuchtet. Die lassen sich weder blocken noch parieren, dagegen hilft nur ein perfektes Ausweichmanöver.

Ist das Beast of Reincarnation Kampfsystem rundenbasiert?

Nur teilweise. Emmas Schwertkampf läuft komplett in Echtzeit. Rundenbasiert wirkt lediglich Kuus Befehlsmenü, in dem die Zeit stark verlangsamt wird, während ihr eine Blütenkunst auswählt. Komplett pausiert das Spiel dabei nicht.

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Trailer zu Beast of Reincarnation

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